Feststimmung und aufgeregtes Gewimmel herrschten am Freitag, 3. September, bei den „Friedrichstaler Spatzen“. Gefeiert wurde das 40-jährige Jubiläum der größten Kita Bernaus. Fast 200 Kinder werden hier heute von 26 Erzieherinnen und Erziehern liebevoll betreut – so viele wie in keiner anderen Kindertagesstätte der Stadt. Fünf Fachkräfte, die in der Küche und in der Reinigung der Kita für einen reibungslosen Ablauf sorgen, komplettieren das Team.
Am 3. Januar 1981 nahmen die „Friedenstaler Spatzen“ am Baikalplatz ihren Betrieb auf. Eine liebevoll gestaltete Fotoausstellung im Erdgeschoss zeigt die Entwicklung der Kita vom Beginn bis heute. „Aufgrund der Corona-Pandemie konnten wir den runden Geburtstag im Januar nicht feiern. Umso mehr freuen wir uns, dass wir bei strahlendem Sonnenschein das Fest nachholen können“, sagt Kita-Leiterin Carola Komorowski. Das Clowns-Duo Pipo und Pipolina gratulierte den Steppkes mit einem unterhaltsamen Programm. Untermalt von Leierkastenmusik ging anschließend der längste Zug Bernaus – eine Polonäse aller Kita-Kinder – auf die Reise durch den großzügigen Garten. Außerdem warteten ein leckeres Obst- und Gemüsebuffet und eine Tombola auf die Steppkes.

Sprach-Kita mit vier Fachkräften für Spracherziehung

Großen Wert legt die Kita Friedenstaler Spatzen auf den Spracherwerb, auf das richtige Verstehen und Wiedergeben von Gehörtem, denn Kinder aus 13 Nationen besuchen die Einrichtung. Eine Sprache lernen durch viel Sprechen ist die Devise der Erzieherinnen und Erzieher. „Damit die Steppkes den Rhythmus und die Melodie einer Sprache erfassen, lernen sie bei uns Gedichte, spielen Theater und singen viel“, erklärt Carola Komorowski.

Spatzenkino und Bibliothek

Für viel Abwechslung im Kita-Alltag sorgen außerdem das Spatzenkino, die Bibliothek, regelmäßige Spaziergänge in der näheren Umgebung oder der Besuch eines Bauernhofs. Auch die Feuerwehr mit ihren großen Fahrzeugen kommt regelmäßig zu Besuch. Mit dem Fußgängerpass und dem Kitaschwimmen lernen die Kinder, sowohl im Straßenverkehr als auch im Wasser gefahrlos (mit-) zu schwimmen. Mit der jährlich stattfindenden Abschlussfahrt erleben die Kinder einen besonderen Endpunkt ihrer Kitazeit.

Umbau nach der Wende

Kurz nach der Wende war eine umfassende Innen- und Außensanierung des Hauptgebäudes erforderlich. 2010 bis 2012 wurde bei laufendem Betrieb ein Erweiterungsbau errichtet und auch der Außenbereich komplett erneuert. „Eine herausfordernde Zeit“, erinnert sich die Kita-Leiterin.
Der Spielplatz ist ein besonderes Schmuckstück: Inmitten zahlreicher hochwertiger Spielgeräte befindet sich der kleine, lärchenbestandene Märchenwald mit dem Holzhaus der Hexe Babajaga. Im Hintergrund verläuft die Jenisseistraße, benannt nach dem gewaltigen sibirischen Strom. Die Erbauer des Spielplatzes hatten sich hier von der Umgebung inspirieren lassen.
„Ob 1981 oder heute – die Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder liebevoll betreut und bestmöglich gefördert werden. Das versuchen wir, Tag für Tag umzusetzen und ich glaube, wir kriegen das gut hin. Das ist der Kern unserer Arbeit und der ist zeitlos“, so Carola Komorowski.