Die Grundschule in Wandlitz platzt aus allen Nähten. Um alle Kinder unterrichten zu können, sind in den vergangenen Jahren bereits Fachkabinette und Horträume zu Klassenräumen umfunktioniert worden. Für drei weitere Unterrichtsräume wurden zudem Container angeschafft.
Doch die Schülerzahlen steigen weiter. Neben der geplanten neuen Grundschule in Schönwalde soll deshalb die Schule in Wandlitz durch einen Erweiterungsbau ergänzt werden. Dadurch wird die Bildungseinrichtung künftig durchgängig vierzügig betrieben, die Kapazität für den Unterricht von 670 Kindern erhöht werden.

Gewinner des Architektur-Wettbewerbs steht fest

Nun steht fest, wie die Grundschule in Wandlitz zukünftig aussehen soll. Zuletzt wurden die Sieger des von der Gemeindevertretung im vergangenen Jahr initiierten Architektenwettbewerbs gekürt. Insgesamt 41 Büros hatten Entwürfe eingereicht, zehn kamen in die engere Wahl. Am meisten hat die aus Vertretern der Gemeinde, der Architektenkammer Brandenburg und der Stadtsanierungsgesellschaft „ews“ besetzte Jury der Entwurf der AV1 Architekten aus Berlin überzeugt. Die Jury empfahl der Gemeinde, das Büro mit der weiteren Planung des Schulgebäudes zu beauftragen.
Wie die Wandlitzer Rathaussprecherin Elisabeth Schulte-Kuhnt am Freitag berichtete, habe der Siegerentwurf die Jury überzeugt durch „die überzeugendste städtebauliche Lösung, welche die bestehende heterogene Struktur neu ordnet und für die Freibereiche die größten Potenziale aufweist. Gleichzeitig sind funktionell und schulorganisatorisch die besten Voraussetzungen für einen zukunftsweisenden Schulbetrieb ermöglicht.“ Insbesondere die über alle Geschosse reichende Verbindung zwischen Bestandsgebäude und dreigeschossigem Neubau wurde aus schulorganisatorischer Sicht „als äußerst vorteilhaft“ angesehen.

Energiesparende und klimaschonende Bauweise

Die konsequent auf Holzrahmen mit Brettstapeldecken basierende Konstruktion und die Holzverschalung wurden positiv bewertet. „Dies bindet eine große Menge CO2 im Gebäude und reduziert den Energieaufwand.“ Im Neubau sollen später die Klassen 1 bis 3 unterrichtet werden, die Klassen 4 bis 6 im bisherigen Schulbau. Die Mensa wird in der Höhe zwei Etagen beanspruchen und flexibel nutzbar sein. Kritisch wurden allerdings die vorgeschlagene Lage der Zufahrt sowie der noch unzureichende Sonnenschutz für die Mensa bewertet. Probleme, die die Architekten bei der weiteren Planung nun berücksichtigen sollen.