Bei der jüngsten Qualitäts-Untersuchtung der kreislichen "Bildungsinitiative" belegten die Kitas in Ahrensfelde den letzten Platz. Inzwischen hat sich etwas getan - Ergebnisse des "Qualitätsentwicklungsprozesses" standen am Montagabend im Mittelpunkt der Sitzung des Sozialausschusses.
In den Einrichtungen wurden lediglich 64,1 Prozent der Standards, so die zwischen Oktober 2013 und Mai 2015 erfolgte Erhebung, erfüllt. Der Durchschnitt im Landkreis Barnim lag bei 73 Prozent. Spitzenreiter waren die Kitas in Panketal mit 86,5 Prozent. Bürgermeister Wilfried Gehrke zeigte sich damals enttäuscht und kündigte eine Auswertung an.
Im vergangenen Jahr leitete man deshalb einen Qualitätsentwicklungsprozess ein. Die Leiterinnen wurden bei der internen Evaluation zu einem ausgewählten Schwerpunkt extern beraten. Dazu gab es eine anonyme Mitarbeiterbefragung, die in den Einrichtungen ausgewertet wurde. Darüber hinaus besuchten die Erzieherinnen gezielt Fortbildungen. Insgesamt gab es 32 Seminarthemen. Für einen regelmäßigen Austausch zwischen dem kommunalen Träger und den Leiterinnen sorgen inzwischen monatliche Beratungen.
In der Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses berichteten die Leiterinnen der vier Kitas und des Hortes am Lenné-Park Blumberg über ihre konzeptionelle Arbeit im vergangenen Jahr. Schwerpunkt im "Koboldland" Ahrensfelde war nach den Worten von Heidemarie Hackbarth die Zusammenarbeit im Team und das Zeitmanagement. Darüber hinaus habe man ein Weiterbildungskonzept für die Mitarbeiter erstellt. Ein wichtiges Thema seien dabei auch "Grenzverletzungen" gewesen.
In der Kita "Spielhaus" in Blumberg gibt es nun monatlich strukturierte Dienst- und Bereichsberatungen. "Außerdem haben wir für die sechs Bildungsbereiche jeweils Ziele für Kinder unter und über drei Jahre formuliert", sagte Leiterin Bianka Schwerdtfeger.
Um die "Raum- und Materialgestaltung" ging es im Jahr 2017 in der Kita "Regenbogen" in Eiche. Ferner wurden laut Hannelore Hoffmann die Ziele der pädagogischen Arbeit formuliert. Sie sollen noch im Februar dem Kita-Ausschuss vorgestellt werden.
Schwerpunkt bei den "Lindenzwergen" war "Beobachten und Dokumentieren". Im Ergebnis wurden nach den Worten von Christine Fuhrmann unter anderem Gruppen- und Projektpläne erarbeitet. Einzelfortbildungen gab es in der Lindenberger Einrichtung unter anderem zu den Thema "Älter werden im Beruf", "Eingewöhnung" sowie "Musik und Bewegung".
Die "Ziele der pädagogischen Arbeit" standen im Hort Blumberg im Mittelpunkt. Die neu formulierten Maßnahmen in den Bildungsbereichen sollen bis zum Jahresende in die Konzeption einfließen, so Leiterin Ellen Borgstedt.
Darüber hinaus erarbeitet in Ahrensfelde ein "Qualitätskreis" neue Standards für die pädagogische Arbeit. Dem Gremium gehören Vertreter aller fünf Einrichtungen sowie zwei Verwaltungsmitarbeiter an. Bisher habe es acht Treffen gegeben, so Hannelore Hoffmann. Der erste Standard "Übergänge" sei inzwischen fertiggestellt. "Die Materialien sollen allen pädagogischen Mitarbeitern die notwendige Handlungsorientierung geben sowie die Qualitätssicherung und -entwicklung in der Gemeinde unterstützen", sagte die Leiterin der Kita "Regenbogen".
"Wir haben uns 2017 gut auf den Weg gemacht", zeigte sich Bürgermeister Wilfried Gehrke überzeugt. In den Kitas werde eine "hervorragende Arbeit" geleistet. Die Erarbeitung der Standards sei aber richtig und sinnvoll, so der Christdemokrat.