Die Bemühungen des Vereins im Robert-Koch-Park, eine grüne Oase im Siedlungsbereich zu erhalten, werden auch nach der Winterpause wieder zu vielen Höhepunkten für die Gemeinschaft führen. Überlegungen, dem trüben und oft sogar verfärbten Teich im Park mit effektiven Mikroorganismen zu reinigen, misslangen im Mai nach dem Veto der Unteren Wasserbehörde des Landkreises. Der Park liegt im Trinkwasserschutzgebiet, so die Begründung.
Nach einem Vororttermin im Herbst gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde, des Vereins und der Wasserbehörde könnte sich für dieses Jahr eine Lösung auftun, die mit Unterstützung der Gemeinde realisiert wird. Wie Anke Wendland, zuständige Fachdienstleiterin, informiert, müsse der Teich entschlammt werden. Drei Angebote zur Voruntersuchung des kleinen Gewässers, das Heimat von Moorfrosch, Kammmolch und Knoblauchkröte geworden ist, sollen zunächst eingeholt und ausgewertet werden. Danach könne die Gemeinde überhaupt einschätzen, was an Kosten auf sie zukommt, so Wendland. Die Wasser- und Bodenqualität soll im Zuge der Teichsanierung deutlich verbessert werden. Dazu sei aber vorerst auch zu klären, wie mit dem vorhandenen Baumbestand umzugehen ist.
Am Teichbiotop wachsen seltene Urweltmammutbäume, Catalpa und Gleditschien, aber auch gefährdete Arten wie Schwarzerlen und Schwarzpappeln. Diese lassen allerdings auch ihr Laub in den Teich fallen, das auf dem Grund verrottet und für Eintrübungen sorgt. Gemeinsam mit dem Verein sei zu schauen, so Wendland, wie durch vorsichtige Auslichtungen sowohl der Natur als auch dem Teich Gutes getan werden könne. Zu berücksichtigen sei zudem die Verbindung des Teichs zur Panke. Auch das müsse zunächst untersucht werden.
Zur Verbesserung der Panke- und Dranse-Gebiete in der Gemeinde sind insgesamt 35 Einzel-Projekte mit dem Wasser- und Bodenverband entwickelt worden. Zunächst werden aber Untersuchungen durchgeführt, um im Gesamtsystem eine wirkliche Renaturierung zu erreichen und Überflutungsflächen auch bei Starkregen zu sichern.