Formal ist die Vereinsgründung ein Neuanfang, inhaltlich gibt es allerdings eine Vorgeschichte, die bis Mitte der 1990er-Jahre zurückreicht. Damals etablierten die Stadt Berlin, Berliner Bezirke und Kommunen aus dem so genannten Speckgürtel  vier "Kommunale Nachbarschaftsforen" – entsprechend den Himmelsrichtungen. So war Bernau bislang Mitglied des Kommunalen Nachbarschaftsforums Nord, einem informellen Arbeitskreis, in dem zwischen den beteiligten Kommunen und weiteren Partnern bestimmte grenzüberschreitende Entwicklungen in Bereichen wie Wohnen, Verkehr oder Naherholung gesteuert und geplant werden konnten.
Aus vier mach eins
An dieser fachlichen Aufgabenstellung hat sich nun nichts geändert. Allerdings bedeutet die Neugründung, dass die beteiligten Kommunen künftig mit einer Stimme sprechen und ihre Interessen gerade bei regionalen Planungen geltend machen können. Die neue Rechtsform sorgt zudem für eine weitere Aufwertung: Durch den Vereinsstatus können künftig auch Fördermittel eingeworben werden. Zum Vorsitzenden des Vereins Kommunales Nachbarschaftsforum wurde Andreas Igel, Bürgermeister der Stadt Ludwigsfelde, gewählt. Den Vorstand ergänzen Beate Profé, Abteilungsleiterin Stadtplanung bei der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, sowie Bodo Oehme, Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde-Glien.
An der Gründung nahmen acht Kommunen teil. Mehr als 30 Kommunen haben jedoch durch entsprechende Beschlüsse die Voraussetzungen für einen baldigen Beitritt geschaffen.