Zum Abschluss der Ausstellung „Kranich Faszination“ im Kulturbahnhof  Biesenthal findet am Sonntag  um 16 Uhr eine „Kranich-Lesung“ statt. Hierbei handelt es sich um Texte aus vielen Kulturkreisen der Welt, die der Kranichfotograf  Carsten Linde in langjähriger Arbeit für sein Buch „Kraniche“ aufgespürt und gesammelt hat. Im Kulturbahnhof werden Rosi und Carsten Linde die Besucher auf eine imaginäre Reise in die faszinierende Welt der Kraniche mitnehmen.
Der Zuhörer erfährt viel darüber, wie Kraniche in verschiedenen Kulturen und vergangenen Jahrhunderten gesehen wurden: Sie spielten eine Mittlerrolle zwischen Göttern und Menschen, sind ein Symbol für Treue und Glück und verbinden als Friedensvögel Menschen auf fast allen Kontinenten.
So verwundert es kaum, dass Linde nicht nur Kranichtexte von Schriftstellern wie Goethe, Brecht, Schnurre, Wilhelm Busch, Fontane, Rückert und Aitmatov gefunden hat, sondern bei seiner Suche auch viele liebens- und lesenswerte Märchen und Mythen entdeckt hat – von nordamerikanischen Indianern, den Inuit, den alten Griechen oder den australischen Aborigines. Mit feiner Feder geschriebene Haikus und Poesie kommen aus Japan und China.  Die russische Seele und skandinavische Leichtigkeit sprechen aus Gedichten und Märchen. Die literarische Qualität berührt und verzaubert gleichermaßen.