Die Proportionen der Plastik sind von einer echten Zitrone abgenommen und entsprechen dem goldenen Schnitt, erläutert die Künstlerin. "Diese Frucht steht für mich wie keine andere in Duft und Wert ihrer Eigenschaften für das Leben, seine Schönheit und seine Sinnlichkeit", beschreibt Anne Schulz ihre Motivation, eine solche Plastik zu schaffen. Was am Ende bleibe, sei die Hülle, der leere Körper. Zur Symbolik erklärt sie, dass die Zitrone im Mittelalter als Symbol des Lebens und als Schutz gegen lebensfeindliche Kräfte galt und auch als Grabbeigabe verwendet wurde.
Diese Plastik sei jedoch nicht nur zur Grabgestaltung geeignet. Schon zu Lebzeiten des Eigentümers könne sie im Garten einen Platz finden, erklärt Anne Schulz. Sie geht damit auch neue Wege, wie sie ebenso vom Bundesinnungsverband favorisiert werden. Man könne Gräber neu interpretieren, bei denen bepflanzte Fläche und Umgebung ineinander fließen, so die Auffassung.
Am 11. und 12. Juli wird die Biesenthaler Künstlerin vor Ort in Havelberg bei der Bundesgartenschau anwesend sein.