Das älteste Haus in Bernau wird von jetzt an von einer Frau „bewacht“: Mitarbeiter der Restaurierungswerkstatt und Kunstgießerei Hann haben eine Bronzestatue von Wieland Förster an der Rückseite des Kantorhauses aufgestellt. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Skulptur stand lange Zeit nicht im Freien

Die Plastik „Stehender Akt II“ schuf der Künstler 1964; gedacht war sie für den öffentlichen Raum. Über viele Jahre hinweg stand sie jedoch nicht im Freien, sondern in verschiedenen Gebäuden – die Gründe hierfür waren vielfältig. Lange Zeit war sie im Treppenhaus und zuletzt auf der Plattform des ersten Obergeschosses des Historischen Rathauses untergebracht.
Sabine Oswald-Göritz vom Bernauer Kulturamt freut sich, dass die Figur nach Langem den ihr zugedachten Ort gefunden hat: „Nach vierzig Jahren wird sie nun endlich dort aufgestellt, wo es einstmals geplant war – am Kantorhaus, das nach einer umfassenden Sanierung dem Werk eines national und international hochgeschätzten Bildhauers einen würdenvollen Rahmen gibt.“

Standort auf der Rückseite des Kantorhauses

Die Bronzestatue fügt sich in den Raum auf der Rückseite des Kantorhauses ein, als stünde sie schon immer dort. Wie eine Bühnendarstellerin steht sie zentral auf der noch sehr zart bewachsenen, neuen Grünfläche vor der Kulisse der weiß-grauen Fachwerkarchitektur, neben ihr ein Hagebuttenstrauch, der mit seinen roten Früchten für auflockernde Farbtupfer sorgt. Die Sitzgelegenheiten und der Fahrradständer nebenan machen das Ensemble komplett und die Rückseite des Kantorhauses zu einem angenehmen Aufenthaltsort.