Am Landgericht Berlin wird am 17. Februar dass Verfahren gegen den 30-jährigen Sinisa K. eröffnet. Ihm werden unter anderem sechs Vergewaltigungen und eine versuchte Vergewaltigung zur Last gelegt. Sechs der Taten sollen sich laut Anklage auf eher entlegenen Wegen südlich des Wannsees in Berlin beziehungsweise Brandenburg zugetragen haben, eine siebente in Bernau.
Am 15. Juni gab es in Bernau auf dem Fernradweg Berlin-Usedom einen Übergriff auf eine 20-jährige Frau in Bernau. Gefasst wurde der Verdächtige am 14. Juli in Berlin-Zehlendorf. Wenige Stunden zuvor hatte sich die letzte ihm bislang vorgeworfene Straftat in Potsdam ereignet. Wie es weiter heißt, seien die Geschädigten meist von hinten angegriffen, gewürgt oder mit einem Messer bedroht worden.

Verfahren schützt Geschädigte

Für das Verfahren sind bislang 15 Fortsetzungen angesetzt. Demnach soll es am 17. Mai abgeschlossen werden. Das Verfahren wird vor einer Jugendkammer des Landgerichts Berlin verhandelt. Wie das Landgericht mitteilt, bedeute das nicht, dass gegen den erwachsenen Angeklagten im Falle einer Verurteilung eine Jugendstrafe in Betracht kommen würde. Diese Maßnahme diene dem Schutz der Geschädigten, von denen eine zur Tatzeit noch minderjährig war.