"Durch den interdisziplinären Austausch von Wissen und Erfahrungen aus Praxis, Theorie und Forschung sowie der kulturellen Hintergründe sollten die Teilnehmer zunächst für das Thema sensibilisiert werden", sagte Professor Wilfried Schlüter von der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Anschließend beschäftigten sich die Studenten, die auch aus Finnland, der Türkei, Polen und Österreich kamen, intensiv mit Fragen rund um das Thema "Lebensqualität trotz Inkontinenz". In den einzelnen Gruppen ging es dabei beispielsweise um die Optimierung der Inkontinenzversorgung und Konzepte zur Prävention. So untersuchten einige Studenten, wie in den einzelnen Ländern für die entsprechenden Produkte geworben wird. Dort gebe es gravierende Unterschiede, hieß es bei der Präsentation der Projektergebnisse. Die jungen Leute schlugen auch vor, die Inkontinenzhilfen durchaus auch als Lifestyle-Produkte zu vermarkten. Ebenso sei eine offensivere Aufklärung mit Flyern, Kinospots und im Internet wünschenswert. Eine weitere Gruppe hielt eine App, die bestimmte Produkte empfiehlt, für sinnvoll.
"Für uns sind diese Studienprojekte sehr wichtig", sagte Geschäftsführer Piotr Daszynski. Aus Ideen der Studenten entstünden oft Innovationen, die später am Markt platziert werden könnten.