In der Vorrunde standen für die Lok-Frauen jeweils zwei Partien gegen Hohenschönhausen und Pfefferwerk an. Die Eberswalderinnen waren hochmotiviert und so entschieden Karo Szage und Sarah Wrensch die Partie zugunsten der Eberswalderinnen. Durch starke Abwehrleistungen von Nancy Blume und Lea Hildebrandt wurde Torhüterin Rahel Müller war nur selten gefordert, aber stets hellwach und brachte Ruhe in die Partie.
Die Hinrunde schloss Lok mit dem zweiten Tabellenplatz ab und stand so im Halbfinale gegen Liga-Konkurrenten Forst Borgsdorf II. Diese Begegnung gab es schon öfter in anderen Turnieren. Der FSV Lok ging dabei immer als Sieger vom Platz und wollte daran anknüpfen. Francis Wrobel erzielte die 1:0-Führung. Jetzt mussten die Lok-Frauen hinten aufpassen, Nancy Blume und Michéle Wrensch waren aber stets zur Stelle und wussten schlimmeres zu verhindern. So zogen sie sicher ins Finale ein.
Die Gastgeberinnen vom SV RW Werneuchen waren ebenfalls sehr motiviert und spielten sich auch bis ins Finale. Im Halbfinale hatten sie gegen SV Pfefferwerk Berlin 2:2 gespielt und mussten ins Neunmeterschießen, das sie mit 5:4 gewinnen konnten. Die Freude bei den Werneuchenern war groß.
Die Lok-Frauen wollten an ihre starke Leistung vom letzten Wochenende anknüpfen und sich wieder den ersten Platz holen, doch dafür mussten sie sich zunächst einmal gedulden, denn erst in der 6. Spielminute konnte Francis Wrobel durch ein Zusammenspiel mit Nancy Blume das verdiente 1:0 erzielen.
Rahel Müller wurde nun gefordert und sie zeigte alles. Beide Mannschaften gaben ihr Bestes und so wurden schöne Spielzüge herausgespielt. Kurz vor Schluss nahm Michéle Wrensch dann noch einmal all ihre Kraft zusammen und eroberte sich den Ball in der Abwehr. Mit einem starken Antritt stürmte sie auf das Tor der Frauen vom Rot-Weiß zu und verwandelte mit einem platzierten Linksschuss ins lange Ecke zum 2:0. Die Entscheidung war nun gefallen, denn die letzte Spielminute war angebrochen. Die Lok-Frauen konnten nun endlich jubeln.
Rahel Müller wurde zur besten Torhüterin gewählt. Trainer Brain Steppons ist mit der Leistung seiner Frauen sehr zufrieden, denn sie haben eine harte Vorbereitung in der Halle hinter sich, die nun draußen weitergeht. "Von acht Hallenturnieren haben wir sieben mit den Plätzen von eins bis vier belegt. Wir können alle sehr stolz auf uns sein."
Simone Winkelmann, Abteilungsleiterin beim SV RW Werneuchen: "Es war ein erfolgreiches Turnier, die Stimmung war super und die Teams zeigten ihre besten Leistungen. Es hat sich keine Spielerin verletzt und das war uns sehr wichtig, denn alle fangen bald wieder mit der Rückrunde an. Im nächsten Jahr möchten wir eine neue Auflage des Hallen-Cups veranstalten und hoffen auf eine zahlreiche Teilnahme."