Kopf des Projekts ist die Theaterpädagogin Tina Hilbert. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Holger Speidel rief sie die Aktion ins Leben. Da sie selbst auch in der Grüntaler Straße wohnt, begann sie nachzuforschen, wo der Name eigentlich herkommt, und stieß auf den kleinen brandenburgischen Ort.
Schon im Januar dieses Jahres tauschten die Schüler erste Briefe aus, lernten einander kennen und begannen Freundschaften zu schließen. Der Anfang lief etwas holprig, die Berliner Kinder sahen in den Grüntalern nur „Dorftrottel“ und für diese waren die Jungen und Mädchen aus der Grüntaler Straße alle nur Ausländer. Doch nach und nach besuchte man sich immer öfter, die Grüntaler Grundschüler lernten den Wedding kennen und zeigten umgedreht ihren neuen Freunden das Leben auf dem Land, mit Traktor, freiwilliger Feuerwehr und frischer Luft.
Seit April haben die Schüler regelmäßig in ihrer Freizeit geprobt und bei ihren Besuchen knapp 2500 Kilometer per Zug zurück gelegt. Hevidar Isik (12) aus Berlin hat vor allem die Proben mit ihren Freunden sehr genossen. Und auch Zora Szangolies (11) aus Grüntal hoffte, dass sie mit ihren neuen Freunden in Kontakt bleibt. Bei so viel positiver Resonanz ist sich auch Tina Hilbert fast sicher, dass noch weitere Projekte dieser Art folgen werden.