Sehenswertes Überholmanöver
"Beide Serien waren für mich gut zu händeln. Es blieb ausreichend Zeit für die Vorbereitungen der einzelnen Rennen sowie deren Auswertung mit den Ingenieuren", so Ortmann nach dem zweiten Lauf der ADAC GT4 Germany. Hier verpasste das Duo Alexander Mies und Mike David Ortmann nur knapp das Podest und kam als fünftplatziertes Team ins Ziel. In der letzten Rennrunde setzte Mies zu einem sehenswerten Überholmanöver auf den Drittplatzierten an, musste aber im Ausgang der Mercedestribüne den Platz wieder hergeben und verlor dadurch auch noch eine weitere Position.
Kritik an Einstufung
"Mit der Performance unseres Aston Martin waren wir recht zufrieden, obwohl die Leistungseinstufung des englischen Sportwagens in dieser Serie nach wie vor nicht fair ist", so Teamchef Chris Esser nach dem Rennen. "Die Balance of Performance, kurz BoP, macht es unseren Fahrern unmöglich, um den Sieg mit zu fahren, obwohl wir ein hochkarätig besetztes Auto gehabt haben." Ähnlich wie im ADAC GT Masters versucht man auch die Fahrzeuge aus dem GT4 Bereich aufgrund ihrer unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte über Gewicht, Fahrzeughöhe, Ladedruck und Luftmengenbegrenzer auf ein Niveau zu bringen. "Hier hat der Veranstalter aus der Sicht vieler Teams noch ein enormen Handlungsbedarf, um die Rennen spannender und fairer zu gestalten."
Im Masters lief es nicht rund
In der "Liga der Supersportwagen", dem ADAC GT Masters, lief es deutlich bescheidener für Winkelhock und Ortmann. Mit den Plätzen 13 im ersten Rennen und Platz 16 im zweiten Lauf am Sonntag blieben die beiden Audi-Piloten weit hinter ihren Erwartungen und Möglichkeiten. "Uns fehlt die Pace unseres Audis. Im Vergleich zu den anderen Audis sind wir im Moment chancenlos", so Ortmann nach seinem Qualifying am Samstag. "Du bist zwar nur mit 0,8 Sekunden hinter dem Erstplatzierten,  aber das bedeutet in dieser extrem stark besetzten Serie, dass du auf Platz 21 aus der Qualifikation gehst. Und das ist nicht nur ernüchternd, sondern auch sehr frustrierend."
Auch am Sonntag sollte es für seinen Partner Markus Winkelhock nicht viel besser laufen. Aufgrund der dritten Verwarnung für Winkelhock wegen der Nichteinhaltung der Tracklimits wurde das Team um zehn Plätze nach hinten auf Rang 25 gesetzt. "Von dort aus haben nicht die Pace, mit dem Auto nach vorne zu fahren", so Ortmann.
Dafür konnte der Blumberger wichtige Punkte in der Pirelli Juniorwertung sammeln und nimmt vor dem letzten Rennen auf dem Sachsenring die Tabellenposition vier ein.

Der letzte Renntag auf dem Sachsenring


Das letzte Rennen der GT-Masters-Serie findet vom 27. bis 29. September auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal statt. Das erste Rennen beginnt am Sonnabend um 14.45 Uhr. Das zweite Rennen startet am Sonntag um 14.45 Uhr. Beide Rennen werden auf Sport1 übertragen.Das erste Rennen der GT4 Germany startet Sonnabend um 11.55 Uhr, das zweite am Sonntag um 11.50 Uhr.