Er wird mit Spannung von Aktiven und Fans erwartet: der sechste und vorletzte Lauf in der Rennsaison der ADAC GT Master am Wochenende auf dem Sachsenring. Denn zum einen ist der Sachsenring bei dem Blumberger Mike David Ortmann aufgrund einiger Erfolge aus der vergangenen Formel-4-Zeit sehr beliebt und zum anderen gab es zuletzt auf dem Nürburgring und dem niederländischen Zandvoort ordentlich Rückenwind für ihn und sein Berliner BWT Mücke Motorsport Team.
„Wir haben in den letzten Monaten in die richtige Richtung gearbeitet. Diesen hart erarbeiteten Erfolg müssen wir am Sachsenring unbedingt weiterführen“, sagte der Mücke-Pilot. Damit bezog er sich auf die fantastische Leistung vom Nürburgring, als er den 600 PS starken GT-3-Boliden bereits im freien Training auf dem dritten Platz abstellte und sein Partner Markus Winkelhock dann am Sonntagvormittag mit dem zweiten Startplatz im Zeittraining dann die Wende für den Audi mit der Startnummer 24 einläutete. Platz drei für das Fahrergespann Ortmann/Winkelhock bescherte dem Förderkandidaten der ADAC Stiftung Sport und der Deutschen Post Speed Academy den Titel als bester Junior-Pilot.
Aber gemeint war damit auch der grandiose Erfolg im niederländischen Zandvoort, als ihm im Zeittraining sein Gespür für die Situation sagte, dass genau jetzt der beste Zeitpunkt für eine perfekte Runde wäre. „Ich hatte mich gegen das lange Warten im Zeittraining auf eine besser werdende Ideallinie auf dem Track entschieden. Und ich sollte recht behalten. Denn auch das Auto, die Reifen und den Asphalt habe ich absolut perfekt gespürt. Daher war es mir dann möglich, eine perfekte sehr schnelle Runde zu fahren“, berichtete der Auszubildende.
In dieser Saison bleibt jedoch die Erkenntnis, dass die ADAC GT Masters im Gegensatz zu den Vorjahren deutlich an Qualität und Quantität gewonnen hat. Einfach mal machen ist in diesem Jahr einfacher gesagt als getan. Im Gegenteil: Jede Platzierung, jeder Punkt und jede Podiumsplatzierung bedeuten nicht nur harte Arbeit. Viel Know-how seitens des Teams um das Auto, Reifen und Strecke, aber auch der Fahrer, der zum Schluss alles perfekt auf den Punkt abliefern muss, haben ein Level erreicht, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Und ganz zum Schluss muss dann noch das Quäntchen Glück mitspielen.