Leuchtende Augen, bewundernde Blicke und Bilder im Kopf von goldbraunen Weihnachtsgänsen, die exakt nach Wunsch in den hochmodernen Öfen auf den Punkt gar zubereitet werden könnten - auch  diese Momente gehörten am Freitagnachmittag für manchen Hobbykoch zur Einweihung der immerhin 3,3 Millionen Euro teuren Mensa an der Klosterfelder Schule. Diana Seidner vom Klosterfelder Ortsbeirat etwa kam beim zwanglosen Rundgang auf die Idee, sich für die Zubereitung einer Weihnachtsgans zu interessieren. Sie ist ausgebildete Köchin, arbeitet zwar nicht mehr im Beruf, konnte aber bestens nachvollziehen, was Heiko Höfer, der Vertreter des Speiseanbieters Sodexo, den Zuhörern beim Tag der offenen Tür versicherte. „Wir haben hier eine toll eingerichtete Küche vorgefunden, die von so kundiger Hand geplant wurde, wie  man es selten erlebt“, lobte der bei Sodexo als Regionalleiter tätige Heiko Höfer.

Caterer Sodexo verspricht frisch gekochte Mahlzeiten

Vor allem nutzte er die Gelegenheit, um Bedenken zu zerstreuen, in der Küche würde nicht frisch gekocht. „Soßen und Eintöpfe kommen aus der Küche in Werder, alles andere wird hier vor Ort frisch zubereitet“, versicherte er. Die Produkte kauft Sodexo allerdings zentral ein, das sei wegen der Anforderungen an Kita- und Schulspeisung nicht anders möglich. Es gebe keine Geschmacksverstärker und keine sonstigen Zuschlagsstoffe, die oft kritisiert werden. „Zwei Beiköche aus der Gemeinde Wandlitz wurden schon eingestellt, wir suchen noch einen Koch aus der Region“, rührte er nebenbei den Werbelöffel für die noch offene Stelle. Bis diese besetzt werde, hilft ein Koch aus Oranienburg aus.

Bürgermeister Oliver Borchert vollauf zufrieden

Der Wandlitzer Bürgermeister Oliver Borchert hatte als erster Redner die Gelegenheit, seine Zufriedenheit über die neue Mensa auszudrücken. Die erfülle nämlich alle seine Erwartungen, was an der „sehr guten Arbeit aller Beteiligten“ gelegen habe. Bis ins Jahr 2016 gehen die ersten Ideen zurück - anfangs galt ein Anbau an die Schule als Option für die Zukunft. Den Standort gegenüber der Schule zu wählen, hält Borchert heute für gelungen, weil die klare Verbindung zur Schule und zum Festplatz nämlich deutlich mache, für wen dort viel Geld in die Hand genommen wurde. „Unsere Kinder nutzen die Mensa und auch die Klosterfelder Bürger werden dies tun“, zeigte sich Borchert gewiss.
Viel Lob konnte das Büro Renner Architekten GmbH aus Berlin einheimsen. Wie Architekt Detert Renner berichtete, gebe es im Verbund der verschiedenen Büros einen ausgewiesenen Küchenplaner, der sich mit Großgeräten und den speziellen Anforderungen so gut auskenne, wie ein Sternekoch in der eigenen Küche. Die Freude über die Anerkennung war ihm anzumerken. „Hier hat die Architektur gewonnen, ohne dass die Funktionalität gelitten hat“, lobte Renner.

Küchentechnik mit Mercedes-Klasse

Tatsächlich lässt sich in der Mensa kaum Technik entdecken, obwohl bei der Kapazität von 320 Mahlzeiten innerhalb von zwei Schichten hochmoderne Gebäudetechnik verbaut wurde. Die Fußbodenheizung kann beispielsweise traditionell heizen, aber dem Speisesaal auch nachts die Wärme entziehen, wenn sich das Gebäude im hitzigen Sommer aufheizen sollte. Die Küchentechnik sei ohnehin Mercedes-Klasse, ebenso das von Holz geprägte Ambiente im 250 Quadratmeter großen Speisesaal. Ortsvorsteher Rico Brauer  zeigte sich restlos überzeugt. „Ich bin völlig zufrieden, zumal auch die Ankündigungen von Sodexo dafür sprechen, dass hier frisch gekocht wird.“

Sportliche Sicht auf den Vertrag

Die Firma erhielt einen Zweijahresvertrag, schon nach einem Jahr soll eine Expertenkommíssion ermitteln, ob die Kinder und deren Eltern mit dem Essen zufrieden sind. Heiko Höfer sieht das sportlich: „Da müssen wir wirklich keine Sorgen haben.“