585000 Euro wurden insgesamt investiert. Auf die Gemeinde entfielen 130000 Euro, das Land förderte die Maßnahme mit 455000 Euro. Den Boden hatte die Gemeinde mit 9000 Euro günstig von der Bahn gekauft. An den Erwerb war allerdings als Zweckbindung die Schaffung von Parkplätzen gebunden.
Mit den zusätzlichen Parkmöglichkeiten am S-Bahnhof Zepernick soll schon jetzt zum Umstieg von der Straße auf die Schiene angeregt werden. Mit den neuen gebührenfreien Stellflächen werden darüber hinaus günstige Umfeld-Voraussetzungen für die Einführung eines 10-Minuten-Taktes bei der S-Bahn zwischen Buch und Bernau geschaffen, blickte Bürgermeister Rainer Fornell (SPD) voraus. Mit der Einführung des elektronischen Stellwerkbetriebs im kommenden Jahr würden nach Auskunft der Bahn auch technische Voraussetzungen hierfür geschaffen. Gast bei der Eröffnung des P&R-Platzes war auch der neue Vorsitzende des Barnimer Mittelstandshauses, Carsten Schmidt.
Einig sind sich Uwe Voß (SPD) und Christel Zillmann (Linke), dass sich Panketal mit dem neuen Parkplatz gut auf den Zehn-Minuten-Takt einstellt. "Die Gemeinde unterstützt den öffentlichten Personennahverkehr nicht nur mit diesem sechsstelligen Betrag für den Parkplatz, sondern beteiligt sich finanziell auch am Busverkehr im berlinnahen Raum", sagte Uwe Voß. Christel Zillmann erinnerte an mehr als 6000 Unterschriften, die Bürger in Panketal und Bernau für den Zehn-Minuten-Takt - zumindest in der Hauptverkehrszeit - gesammelt haben und die übergeben werden können.
Entlastung bringt der neue Parkplatz auch für den S-Bahnhof in Buch. Dort sind Stellplätze Mangelware und Pendler nehmen Fußwege von rund einem Kilometer in Kauf, so Rainer Fornell. Die Entfernung zum Bahnsteig liegt in Zepernick zwischen 100 und 500 Metern. Am Ende des Stellplatzes befindet sich außerdem eine schmale, allerdings steile Treppe, die auf kurzem Weg zum hinteren Eingang des Friedhofs führt.