Parcoursbauer als Hellseher
Und Schubert erwies sich als guter Hellseher. "Sechs Paare kommen ins Stechen", hatte er vorhergesagt. Und so kam es auch.
19 Reiter-Pferd-Paare wagten sich an das Derby. Eine kleine Schrecksekunde gab es gleich zu Beginn. Eine Windböe riss die große Leinwand herunter, die auf dem Turnierplatz landete und einigen Schaden hinterließ. Zum Glück war der erste Reiter gerade dabei, den Parcours zu verlassen, keiner wurde verletzt. Mit einer halben Stunde Verspätung ging es weiter. Auch einige Barnimer Reiter gingen an den Start, der Sprung ins Stechen blieb ihnen jedoch verwehrt. Jenny von Ahlen vom Zepernicker Pferdesportzentrum war mit ihrer Stute Blue Diamant gut unterwegs, hatte aber einen Fehler. Zwei Abwürfe leistete sich Vereinskollegin Anja Kreinbring auf Anton. Ebenfalls zwei Stangen fielen bei dem Norweger Dan Borve, der für den LRFV Ladeburg startete. Als der Vorjahres-Zweite, Lokalmatador Hendrik Voigt auf seinem zehnjährigen Wallach Ares Allister den Parcours betrat, wurden viele Daumen gedrückt. Die beiden absolvierten ein kontrollierten Ritt, doch ausgerechnet am letzten Sprung unterlief ihnen ein Fehler. Voigt war im Anschluss dennoch zufrieden. "Ich quäle mich seit einer Woche mit einer Bronchitits herum, konnte nicht viel reiten. Dafür bin ich zufrieden."
Einmal zum Üben über den Wall
Das Rennen machte am Ende ein Wiederholungstäter. Philipp Lyck-John (Reitsportzentrum Waldesruh) konnte auf seiner Stute "Landmaid" das Derby dreimal hintereinander gewinnen. Als die Stute ein Fohlen bekam, machte Lyck-John eine Derby Pause. Jetzt ging er mit dem 16-jährigen Hannoveraner Loli Pop erneut an den Start und war im Stechen gut eine Sekunde schneller als sein Kumpel Patrick Schmiedeberg (PSV Jühnsdorf). "Das Derby ist nochmal ganz was anderes und macht Riesenspaß", strahlte Lyck-John, der mit Loli Pop vorher einmal zum Üben in Schönfeld war.
Am Sonntag wartete schon der nächste Höhepunkt. Zum ersten Mal war in Schönfeld ein Springen der schweren Klasse ausgeschrieben. Das konnte Frank Krückel auf Candarel für sich entscheiden. "Wir haben uns sehr gefreut, dass das S-Springen gleich so gut angenommen wurde und werden es nächstes Jahr wieder anbieten", versprach Hendrik Voigt.

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