Die Wahlwerbung in Panketal nimmt Überhand – das sieht zumindest die Fraktion der GiP/FDP so. Sie hat deshalb gemeinsam mit den Fraktionen Die Linke, Bündnis 90/Grüne sowie der Fraktionslosen Carola Wolschke einen Antrag eingereicht, über den auf der nächsten Gemeindevertreterversammlung am 23. März diskutiert und abgestimmt werden soll. Dieser sieht vor, die Plakatwerbung der einzelnen Parteien zu begrenzen.

Masse der Plakate stoße auf Ablehnung

„Die schiere Masse der Plakate, die sich regelmäßig zu Wahlen über unseren Ort ergießt, stößt bei vielen Panketalerinnen und Panketalern zunehmend auf Unverständnis oder gar Ablehnung“, sagt Thorsten Wirth (GiP/FDP) dazu. „Wenn ganze Straßenzüge von einer Partei zugepflastert werden, wenn an jedem zweiten Laternenmast drei- oder vierfach ein identisches Plakat hängt, dann zerstört das das Ortsbild und belastet außerdem unnötig die Umwelt.“
Der Antrag sieht vor, dass je Partei oder Wählervereinigung maximal 100 Standorte für Plakate in maximaler Größe A1 zur Verfügung stehen. Außerdem sollen an ausgewiesenen Flächen jeweils höchstens zwei Großflächenplakte aufgestellt werden können. „Das tut dem Ortsbild gut, Müll wird vermieden und außerdem werden die Botschaften der Kandidatinnen und Kandidaten dadurch vermutlich sogar besser wahrgenommen, weil sie in der Masse der Plakate weniger untergehen“, so Wirth.

Materialschlacht in Wahljahren

Panketals Bürgermeister Maximilian Wonke (SPD) steht dem Vorschlag positiv gegenüber. „Ich sehe das auch so, dass die Gemeinde unter der Plakatflut leidet.“ In den letzten Wahljahren sei es zu einer wahren Materialschlacht gekommen. In dieser seien Parteien, die über mehr Geld verfügen würden als andere, fast an jedem Laternenmast präsent gewesen. „Natürlich müssen Parteien werben dürfen“, so Wonke. „Allerdings müsse es dafür einen gewissen Rahmen geben.“ Es wäre im Interesse der Gemeinde, wenn in dieser Hinsicht etwas unternommen würde, so der Bürgermeister.