"Mit dem Mammutwahljahr 2014 liegt ein arbeitsreiches Jahr vor uns", prophezeite Frank Goral seinen Gästen, darunter Vize-Landrat Carsten Bockhardt, Bürgermeister Hubert Handke und die drei CDU-Landtagsdirektkandidaten Uwe Liebehenschel, Uwe Bartsch und Danko Jur. "Ich wünsche allen demokratischen Parteien - uns natürlich besonders - ein erfolgreiches Jahr."
65 Mitglieder zählt der CDU-Stadtverband derzeit. In den letzten Monaten habe es mehrere Parteieintritte gegeben, sagt Frank Goral. Den Zulauf erklärt sich der 60-Jährige mit der "Hetzkampagne gegen unseren Bürgermeister Hubert Handke". Seit die Bürgerinitiative WAV Panke/Finow das Bürgerbegehren zur Abwahl der Bürgermeisters begonnen habe, erhalte er immer wieder Anrufe von Bernauern, die sich der CDU anschließen wollen, erzählt der Stadtverbandschef.
Daniel Sauer ist im Oktober Mitglied der CDU geworden. Er habe schon immer eine eher wertkonservative Einstellung gehabt, sagt der Ladeburger. Und im Dienste der Brandenburger Polizei stehend sei ihm die CDU-Innenpolitik eines Jörg Schönbohm "deutlich näher" gewesen, als die der nachfolgenden SPD-Minister.
Den Ausschlag, sich den Christdemokraten anzuschließen, haben aber auch für ihn die Angriffe auf Bürgermeister Hubert Handke gegeben. "Bernau geht es gut. Es ist eine prosperierende Stadt. Hier gibt es keine Skandale wie in anderen Kommunen, keine Korruption", sagt Daniel Sauer. Noch vor drei Jahren sei Handke von den Bernauern im ersten Wahlgang wiedergewählt worden. "Warum soll jetzt plötzlich falsch sein, was die Bernauer damals für richtig hielten?", fragt sich der 40-Jährige.
Vor dem Hintergrund der Proteste gegen den Wasser- und Abwasserverband Panke/Finow steht für ihn fest: "Nur, weil Hubert Handke amtierender Verbandsvorsteher war, wird er für etwas verantwortlich gemacht, für das er nicht verantwortlich ist". Für den Ladeburger passt das nicht in das Bild, das er von Gerechtigkeit hat. "Deshalb will ich etwas tun - als Mitglied der CDU", sagt er.