Die Kantine entsteht auf dem Biesenthaler Projektehof „Wukania“ an der Ruhlsdorfer Straße. Hierfür werden Räume der ehemaligen Großküche der früheren Sportschule in Biesenthal um- und ausgebaut. Die neue Kantine ist spezialisiert auf das Angebot von  Bio-Mittagessen für Kitas und Schulen in und um Biesenthal. Zu den ersten Abnehmern zählen die Wukaninchen-Kita sowie die Freie Naturschule Barnim aus der Biesenthaler Grünstraße. Kitas in Panketal und Eberswalde haben Interesse angemeldet, mit weiteren laufen die Gespräche. Außerhalb der Kochzeiten soll die Küche auch anderen Nutzern zur Verfügung stehen.
Auf der Baustelle ist noch einiges zu tun. „Die neuen Leitungen für die Versorgung mit Wasser, Gas und Elektrik sind inzwischen alle unter Putz verlegt“, sagt Tobias Schumann von der Wukantina, die sich als Kollektivgruppe versteht. Wanddurchbrüche und Trennwände wurden zugemauert beziehungsweise verlängert. Der Um- und Ausbau der Küche ist nach den hygienischen Vorgaben geplant worden. Dabei sind insbesondere die Abläufe bei der Herstellung der Speisen zu berücksichtigen.
Aktuell stehen vor allem Fliesenarbeiten an. Die weißen Fließen stammen aus der früheren Küche. „Wir haben die Fliesen vor dem Umbau gesichert, so dass wir sie jetzt wieder verwenden können. Darauf haben wir wert gelegt“, berichtet Tobias Schumann. Im Juni wird es zu den jetzigen Arbeiten noch eine elftägige „Mitmach-Bauwoche“ geben, an dem sich jeder beteiligen kann. Sie findet vom 18. bis 28. Juni statt.  Für alle Gewerke sind Fachkräfte vor Ort, die die einzelnen Tätigkeiten anleiten können. Wer selbst Vorkenntnisse in bestimmten Bereichen hat, ist ebenso gern gesehen wie jeder andere Helfer. Während der Woche kann auf dem grundsätzlich hundefreien Gelände von Wukania gezeltet werden. Dazu wird es ein Draußen-Bad mit solargeheiztem warmen Wasser und Komposttoiletten. Das Essen wird in einer Draußen-Küche zubereitet.
Insgesamt - einschließlich der Ausstattung mit Küchengeräten - werden knapp 300 000 Euro investiert, sagt Tobias Schumann. Die Kapazität der Küche ist auf maximal 500 Essen ausgelegt. Dies würde sechs Teilzeitarbeitsplätzen entsprechen, so Tobias Schumann. Begonnen werde jedoch mit weniger.
Die Finanzierung erfolgt mit Hilfe von LEADER-Mitteln der EU, die durch das Land Brandenburg für Projekte zur Förderung der Regionalentwicklung vergeben werden. Neben einer Kreditaufnahme fließen Eigenleistungen und Sachspenden in das Projekt ein. Bereits im vergangenen Jahr wurden weitere Mittel für die Ausstattung durch Crowdfunding im Internet eingeworben. Die nicht-finanzielle Dankeschön-Geschenke füpr die Unterstützer sind in Vorbereitung, wie Tobias Schumann sagt. Sofern es sich dabei um ein Essen handelt, wird es dieses in der fertigen Küche geben.
Die Idee, Kitas und Schulen ein Bio-Mittagessen anzubieten, entstand aufgrund der Nachfrage, die die Wukantina-Initiatoren festgestellt haben. Die Essen sollen ohne Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder künstliche Aromen eingesetzt werden. Damit die Mahlzeiten in gutem Zustand in den Einrichtungen ankommen, wird darauf geachtet, dass die Transportwege nicht zu weit sind.
Kontakt und Anmeldung: E-Mail: wukantina@wukania.net, Telefon: 03337 4509120