Die Bauarbeiten am neuen Bernauer Rathaus nähern sich ihrem Ende. Auch wenn es unter den gegebenen Corona-Vorgaben schwierig ist, soll die Eröffnung doch mit Beteiligung der Bernauer Bevölkerung erfolgen.
Hierfür wird an eine Besichtigungsmöglichkeit am 3. Oktober gedacht. „Wir sind aber abhängig von den Corona-Begleiltumständen“, sagt hierzu Bernaus Bürgermeister André Stahl. Eine Abstimmung mit dem Barnimer Gesundheitsamt werde hierzu noch erfolgen. Größere Veranstaltungen werden nicht möglich sein.
Mit der Eröffnung des Neubaus werden nicht nur die Verwaltung und ihr Dienstleistungsangebot neu geordnet. Mit dem Fortfall der Baustelle werden sich auch im Umfeld des Neubaus einige Veränderungen ergeben, die nicht zuletzt auch den Verkehr berühren, insbesondere den ruhenden Verkehr.

Kurzfristig komplettes Parkverbot

Das beginnt mit dem Umzug der Verwaltung in den Neubau an der Ecke Bürgermeisterstraße/Ecke Grünstraße. Ende September soll er erfolgen. In dieser Zeit wird auf dem Marktplatz kein Parken möglich sein. Die Parkplatzsituation kann sich aber auch darüber hinaus noch grundlegend ändern. Die Nutzung des „Marktplatzes als Parkplatz“ war in Bernau auch schon vor den Bauarbeiten für das neue Rathaus umstritten. Einerseits wurde für die Abstellmöglichkeit mit dem Ziel der Belebung der Innenstadt und der Stärkung des Einzelhandels geworben. Andererseits wurde der Marktplatz eher als Treffpunkt und Aufenthaltsraum mit einer entsprechenden Ausstattung angesehen. Stahl kündigt an, dass es zum Thema eine Verwaltungsvorlage geben wird. Bereits in der nächsten Sitzungsrunde der Bernauer Gremien soll eine Entscheidung getroffen werden.
Auch beim fließenden Verkehr wird es Änderungen geben. Die Umfahrung des Mühlentores, die für Baufahrzeuge eingerichtet wurde, wird wieder aufgehoben. Auf Bitten der Kirchengemeinde St. Marien soll sie allerdings noch so lange bestehen bleibe, bis die Rohbauarbeiten für das neue Gemeindezentrum abgeschlossen sind.

Stadtsäule kehrt wieder

Mit der Eröffnung des Bernauer Rathauses wird es auch ein Wiedersehen mit der Bernauer Stadtsäule geben. Sie stand bis zur Errichtung des Stadtbrunnens, einem Wasserspeier, an der Giebelseite des Alten Rathauses und wurde anschließend aufgearbeitet. Wie André Stahl auf eine Anfrage des Bernauers Jonny Schulz sagte, werde die Säule auf dem Platz vor dem Neuen Rathaus aufgestellt.