Wenn die ersten Klänge aus dem „Auenland“ erklingen, dann sind die Bernauer Doppelvoltigierer Liesbeth Erna Fraatz und Finn Gallrein voll in ihrem Element. Mit ihrer Kür konnten die beiden Junioren vom RV Integration Bernau auch auf der Deutschen Juniorenmeisterschaft im Voltigieren im ostfriesischen Timmel die Wertungsrichter überzeugen.
Im ersten Durchgang am Freitag hakelte es noch ein wenig. Die Barnimer lagen am Ende auf Rang vier der zwölf besten Paare aus Deutschland. Am Sonntag konnten sie sich aber noch einmal steigern. Beide bewiesen mit ihrem zuverlässigen Pferd Longinus und Hendrik Falk an der Longe absolute Nervenstärke, turnten diesmal flüssig und mit viel Ausdruck durch ihre Kür und konnten sich so noch auf Rang drei und damit auf das Podium turnen.
„Wir wollten unserem letzten Auftritt als Hobbits einfach noch einmal genießen und nicht auf die anderen gucken“, berichtet der 15-jährige Finn Gallrein.

Abschied aus dem Auenland

In der kommenden Saison wollen sich die beiden Nachwuchs-Voltigierer, die das Barnim-Gymnasium und das Gymnasium Wandlitz besuchen, noch einmal steigern. Trainerin Andrea Harwardt sieht viel Potenzial in ihren Schützlingen. „Man darf nicht vergessen, dass Finn erst seit 1,5 Jahren überhaupt erst in dem Sport dabei ist.
Dazu hatte Liesbeth durch einen Unfall noch eine Fußverletzung. Um da nichts zu riskieren, haben wir eine Kür gewählt, die vom Schwierigkeitsgrad her nicht ganz so hoch ist. Das ist aber absolut ausbaufähig. Was die beiden unter diesen Umständen in dieser Saison erreicht haben – den „Preis der Besten“ gewonnen, Fünfter bei der Weltmeisterschaft und jetzt Dritte der Deutschen Juniorenmeisterschaft – das ist schon beachtlich.“
Abgerundet wurde der Erfolg der Barnimer durch Diana Harwardt. Die Bernauerin konnte sich im stark besetzten Feld der U-21-Einzelkonkurrenz einen sehr guten vierten Platz sichern. Zudem wurde Hendrik Falk als bester Longenführer im Doppel ausgezeichnet.
Während das Bernauer Senioren-Doppel am kommenden Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften noch einmal seine guten Leistungen aus diesem Jahr bestätigen kann, geht es für die Junioren in die Winterarbeit, die aus Voltigieren, Kraft- und Ausdauertraining, Turnen und Ballett-Training bestehen wird. Dann gilt es, sich aus dem Auenland zu verabschieden und ein neues Kürthema zu finden.