Wie aus SPD-Kreisen verlautete, soll es am Donnerstag eine heftige Auseinandersetzung zwischen Bürgermeister Udo Tiepelmann (SPD) und Hartmut Arndt um die Kitabedarfsplanung der Gemeinde gegeben haben. Tiepelmann hatte am Dienstagabend im Bildungsausschuss seine Pläne vorgestellt, die unter anderem den Neubau einer Einrichtung in Stolzenhagen vorsehen. Arndt wiederum erklärte, seine Fraktion werde die Vorlage der Verwaltung lediglich in erster Lesung behandeln und erst im Herbst eine endgültige Entscheidung treffen. Der Bürgermeister soll daraufhin seinen Parteifreund in so rüdem Ton gemaßregelt haben, dass dieser noch am selben Tage das Handtuch warf.
Geschockt zeigten sich die Mitglieder der SPD-Fraktion von der Mandatsniederlegung. „Wir waren wie vom Donner gerührt“, erklärte die Schönwalder Ortsvorsteherin Maria Brandt am Freitag. Hartmut Arndt sei ein „sehr besonnener, sachlicher und kluger Mann“. „Ich habe wirklich gedacht, dass er Udo Tiepelmanns ruppige Art besser zu nehmen weiß“, so Maria Brandt. Vergeblich hätten sie und andere in der Fraktionssitzung am Donnerstagabend versucht, Arndt umzustimmen. „Es bleibt dabei: Ich lege alle Ämter in der Gemeinde nieder“, erklärte dieser am Freitag auch gegenüber der MOZ.
Bis auf weiteres wird nun Arndts Stellvertreterin Maria Brandt den Vorsitz der Fraktion übernehmen. Nachrücker auf der SPD-Liste für die Gemeindevertretung wäre der Klosterfelder Roland Fahrendholz.