„Alle scharren jetzt mit den Füßen und wollen, dass es endlich los geht“, berichtet Steffen Trobisch, Trainer der Zepernicker Volleyballerinnen. Die sind jetzt Panketals Mannschaft in der höchsten Liga. Ein Abenteuer, auf dass sich alle freuen. Und das beginnt am Sonnabend mit dem ersten Spiel beim TSV Tempelhof-Mariendorf.
Möglich geworden war der Aufstieg durch eine Entscheidung des Deutschen Volleyball-Verbandes, die Liga aufgrund von Corona im März zu beenden. Alle Teams, die theoretisch noch die Möglichkeit gehabt hätten aufzusteigen, konnten dieses Recht nutzen. Da keine der vor den Panketalerinnen platzierten Mannschaften das Aufstiegsrecht wahrnehmen wollten, wurde der Weg frei für die Mannschaft aus dem Barnim.
Dreimal pro Woche gehen die Panketalerinnen zum Training auf das Parkett. „Gerade suchen wir händeringend nach einer Möglichkeit, eine dritte Hallenzeit zu bekommen“, berichtet Steffen Trobisch. Das sei schon mehr als schwierig, weil im Winter noch mehr Teams wie die Fußballer ebenfalls Trainingszeiten in der Halle benötigen. „Da müssen wir noch weiter drum kämpfen.“
In der kommenden Saison gehe es zunächst nur im den Klassenerhalt, betont Trobisch. Und das werde schwer genug. Aber die Zepernickerinnen haben einen Trumpf, mit dem sie wuchern können: Sie sind ein sehr eingespieltes Team. Seit nunmehr fünf Jahren leitet Steffen Trobisch die Mannschaft, die er damals als U 18 übernahm. Und auch in das Abenteuer 3. Liga wollen sie sich nun alle zusammen stürzen. Mit Malin Krause und Tamina Mai hat Einheit nur zwei Abgänge zu verzeichnen. Vom USV Halle kam Henriette Neef neu zum Team und Chantal Vogel wechselte vom VCO Berlin nach Zepernick – zwei spannende Neuzugänge.
Auch die Spielerinnen, die zunächst von der Idee des Aufstiegs nicht so begeistert waren, seien mittlerweile überzeugt, sagt Trobisch. „Natürlich gibt es vor allem mit den beiden neuen Spielerinnen noch einige Abstimmungsprobleme nach dem Motto: Wer nimmt welchen Ball? Da arbeiten wir noch dran. Aber wir sind fleißig im Training, um uns auf das erste Spiel vorzubereiten.“
Der Trainer erwartet eine sehr große Leistungsdichte im unteren Drittel der Tabelle. „Da sind VCO Berlin 2 und VCO Schwerin, die ein ganz anderes Trainingspensum haben. Gegen die haben wir vielleicht in der Hinrunde eine Chance, aber in der Rückrunde werden wir da kaum noch Punkte sammeln können.“
Ansonsten wären es die beiden anderen Aufsteiger USV Magdeburg und USC Halle, die mit den Zepernickerinnen vermutlich gegen den Abstieg kämpfen werden. „Aber wir sind nicht chancenlos. Die Mannschaft hat sich unheimlich reingekniet, auch in den Trainingslagern. Da ging nochmal ein Ruck durch das Team.“ Und die Aufregung, ist Trobisch überzeugt, „die legt sich sofort, wenn es los geht im ersten Satz.“
Zum ersten Mal anfeuern können die heimischen Fans ihr Team allerdings erst am vierten Spieltag am 24. Oktober. Die ersten drei Spieltage stehen für die Volleyballerinnen Auswärtspartien an.

Die Heimspiele von Einheit Zepernick


Hier können die Zuschauer ihr Team in der Sporthalle der Grundschule in Zepernick anfeuern:


24. Oktober: USC Magdeburg
15. November: USV Potsdam
28. November Schwerin
9. Januar: VCO Berlin 2
16. Januar: GW Elmsbüttel
17. Januar: Kieler TV
13. Februar: TSV Tempelhof-Mariendorf
6. März: SG Rotation Prenzlauer Berg
27. März BBC Berlin 22
10. April: USV Halle
24. April: VSV Halle (Ort: Schwanenhalle)