Mit dem Chef des Naturparks Barnim, Peter Gärtner, war die Wandlitzer Bürgermeisterin nach Biesenthal gekommen, um sich den Fragen der Lokalen Agenda, vertreten durch Josefine Löwenstein, in einer Podiumsdiskussion zu stellen. Unter anderem wollte sie wissen, welche Möglichkeiten Kommunen haben. Einfluss auf die nachhaltige Entwicklung einer Region zu nehmen?
"Die Einflussmöglichkeiten sind relativ gering", antwortete Biesenthals Stadtoberhaupt Andrè Stahl. Raumplanerisch und verkehrsplanerisch sei ein bisschen möglich, das wär's dann aber auch schon. Jana Radant bescheinigte den Wandlitzern "ein großes Gefühl für Natur". Von den 164 Quadratkilometern Gemeindefläche seien rund 50 Prozent Wald und Wasser, erzählte sie. Ein Pfund, mit dem die Kommune - sie wolle staatlich anerkannter Erholungsort werden, wuchern könne. Auch deshalb habe sich die Gemeinde, als einzige im Landkreis, eine eigene Baumschutzsatzung gegeben.
Als "König ohne Land" könne der Naturpark regionale Entwicklung nur fördern, "wenn die Städte und Gemeinden mitmachen", sagte Peter Gärtner. Er bezeichnete Wandlitz und Biesenthal in diesem Zusammenhang als "mit die wichtigsten Kommunen im Naturpark".
Die wollen auf alle Fälle im Tourismusbereich enger zusammenarbeiten. Ein Radweg von Biesenthal nach Wandlitz wäre wünschenswert, räumte Jana Radant ein. Priorität hätten für sie allerdings erst einmal die Radwege, die die einzelnen Ortsteile von Wandlitz miteinander verbinden.
Biesenthal wiederum kämpft immer noch um einen Halt des Regionalexpress. Er habe da nicht allzu viele Hoffnungen, sagte Andrè Stahl. Die direkte Verbindung in Berlins Mitte gebe es nur durch die Verstärkerzüge morgens und abends. "Am Tage sieht es schlecht aus."