Die Baustelle auf der B 158 in Werneuchen sorgt weiter für Unmut. So berichtete ein Anwohner, dass Fahrzeuge der Berger Bau GmbH, die mit den aktuellen Maßnahmen nichts zu tun, trotzdem den gesperrten Straßenabschnitt passieren. „Das Verbot muss für alle gelten“, entrüstete sich der Werneuchener. Eine Frau, die an der Landsberger Straße ?wohnt – sie wird als innerörtliche Umleitungsstrecke für die Einwohner von Rudolfshöhe genutzt – ärgert sich darüber, dass die dort vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde von den Autofahrern oft nicht eingehalten wird.
„Wir haben im Bereich der Baustelle weiterhin Probleme, allerdings sind sie nicht mehr so gravierend“, sagte Polizeisprecherin Martina Schaub am Wochenende. Die Beamten würden auch in den nächsten Tagen kontrollieren, „aber wir können nicht überall sein“. Schaub berichtete zudem von dreisten Autofahrern, die nachts Schilder, Barken und sogar Gully-Abdeckungen wegräumen, um durch die Baustelle zu fahren.„Die Bauarbeiter bzw. die Revierpolizisten müssen diese dann erst wieder an die richtige Stelle räumen“, so die Barnimer Polizeisprecherin. Am Sonnabend, als auf der Baustelle nicht gearbeitet wurde, versuchten ebenfalls einige Autofahrer – trotz Gefahr für ihren fahrbaren Untersatz – den betreffenden Abschnitt der B 158 zu durchfahren.
Werneuchens Bürgermeister Burkhard Horn sieht unterdessen ein weiteres Problem. Ab heute könnte es nämlich zu Verspätungen im Schülerbusverkehr kommen, der nach den zweiwöchigen Ferien wieder aufgenommen wird. „Die innerörtliche Umleitungsstrecke ist für die großen Fahrzeuge eigentlich nicht geeignet“, so der Verwaltungschef. Die Barnimer Busgesellschaft (BBG) werdediese allerdings nutzen. „Die Fahrer wurden auch schriftlich angewiesen, auf Anschlussverbindungen zu warten“, betonte Horn. Der Rathauschef appelliert zudem an die Vernunft der Autofahrer. „Wenn sich alle an die Spielregeln halten, werden wir das alles überstehen“, so der Linken-Politiker.