Die Lehrer versuchen ihr Möglichstes, aber die Folgen der unbesetzten Stellen sind gravierend", sagt Kathrin Reinhardt, Elternsprecherin an der Grundschule in Grüntal. Vor den Sommerferien waren drei Lehrkräfte in den Ruhestand getreten. Nach den Ferien war jedoch erst eine Neueinstellung erfolgt. Eltern, wie zum Beispiel Sina Grieger aus Melchow, schlagen Alarm. Sie erwarten vom Land die sofortige Besetzung der Stellen. Ralph Kotsch, Sprecher des Bildungsministeriums, teilte mit, dass eine weitere Einstellung zeitnah geplant sei.
Die Zeit brennt den Eltern allerdings unter den Nägeln. "Zum neuen Schuljahr wurden in Grüntal keine Flexklassen mehr gebildet. Dafür standen einfach zu wenig Lehrer zur Verfügung", berichtet Kathrin Reinhardt und fügt hinzu: "Dabei war Grüntal ja mal Vorreiter bei der Einführung dieses Unterrichts". Der Vorteil, dass die Schüler auch in kleineren Gruppen unterrichtet werden, werde dadurch verspielt.
Förderunterricht ausgefallen
Seit dem Schuljahresbeginn sei die Personaldecke so dünn geworden, dass in Krankheitsfällen keine Ersatzlehrer zur Verfügung ständen, berichtet die Elternsprecherin weiter. So seien bei einem Krankheitsfall die Schüler einer Klasse auf alle anderen Klassenstufen verteilt worden, ein Fünfklässler beispielsweise auf eine zweite Klasse. "Was passiert, wenn sich an der Situation nichts ändern wird", sagt Sina Grieger und fragt: "Wie soll der Stoff nachgeholt werden, der jetzt nicht gelernt wird." Besondere Sorge bereitet ihr, dass der Förderunterricht nicht stattfinden konnte, da auch die Sonderpä-dagogin eine Klasse übernommen habe.
Unter diesen Umständen sei auch die Zahl der Arbeitsgemeinschaften, die für eine verlässliche Halbtagsgrundschule so wichtig ist, zurückgegangen. Vor allem wird befürchtet, dass es an der Schule keine Flexklassen mehr geben werde. Abgesehen von den pädagogischen Nachteilen seien auch die Umbauten für die kleineren Räume vergeblich gewesen.
"An der Schule wird es auch weiterhin Flexklassen geben", versichert dagegen Ralph Kotsch. Und auch die Sonderpädagogin werde weiterhin für die sonderpädagogische Förderung der Schüler zur Verfügung stehen. "Nach der Deckung der aktuell noch bestehenden personellen Lücke werden die Angebot an der Schule wieder in dem gewohnten Rahmen laufen", so Kotsch.
Er weist darauf hin, dass es sich bei den drei rentenbedingt freigewordenen Stellen nicht um Vollzeitstellen gehandelt habe.  So könnten sie mit zwei Vollzeitkräften besetzt werden. Das Staatliche Schulamt Frankfurt (Oder) habe sie ausgeschrieben und bekanntlich sei eine Ersatzeinstellung vollzogen worden. Und für die weitere Einstellung liege bereits ein Arbeitsvertragsangebot an einen Bewerber vor.


Die höchsten Behörden eftand. fos