Die Sorgen von Eltern über unsichere Schulwege in Bernau nehmen zu. Auslöser für eine Debatte in der Stadtverordnetenversammlung zu diesem Thema war ein Antrag der Fraktion der Linken zur Schulwegsicherheit am Schönfelder Weg und vor den beiden dortigen Schulen. Klagen zur Schulwegsicherheit gibt es nicht nur unmittelbar im Stadtgebiet, sondern auch aus den Ortsteilen.
So berichtete eine Mutter aus Birkenhöhe über die riesigen Probleme, die ihre beiden Kinder haben, wenn sie die Kreuzung vom Börnicker Landweg mit der Blumberger Chaussee zur Bushaltestelle überqueren müssen, vor allem morgens im Berufsverkehr. Die Kreuzung gilt seit Jahren als Unfallschwerpunkt, Änderungen der Ausschilderung und Aufpflasterungen haben daran nichts ändern können. An der Kreuzung hat es schon zahlreiche Unfälle mit Autos und Motorrädern gegeben, darunter leider auch mit tödlichem Ausgang.

Gefährliche Landesstraße

Birkenhöhes Ortsvorsteherin Heidi Scheidt unterstrich den dringenden Handlungsbedarf. Der Ortsteil liege im Einzugsgebiet der Grundschule an der Hasenheide. Die Überquerung der Landesstraße 31 sei hoch riskant. Im Namen ihres Birkholzauer Amtskollegen Heiko Schilsky wies sie auf eine ähnlich dramatische Situation in Birkholzaue hin. Auch dort müsse dieselbe Straße überquert werden, wenn die Kinder aus Birkholzaue zur Bushaltestelle wollen.
Bürgermeister André Stahl (Linke) sieht die Situation an der Kreuzung gleichfalls als hoch gefährlich an. Auch er mahnt dazu, das Kinder die Straße nur in Begleitung überqueren sollten. Die Stadt strebe seit längerer Zeit die Entschärfung der Kreuzung durch den Bau eines Kreisverkehrs an. Dies hänge jedoch von der übergeordneten Straßenverkehrsbehörde ab. Die zumindest  übergangsweise Aufstellung einer Fußgängerampel ist aus seiner Sicht keine verlässliche Lösung, da sie Fußgänger, insbesondere Kinder in falscher Sicherheit wiegen könne.

Entschärfung beschlossen

Der Antrag der Linken für die Entschärfung des Schönfelder Wegs wurde schließlich ohne Gegenstimme auf den Weg gebracht. Bisherige Maßnahmen wie der Ausbau der Stellfläche der Bushaltestelle stadteinwärts reiche nicht aus, so Dagmar Enkelmann (Linke). In der Straße gebe es eine neue Kita und die Grundschule soll erweitert werden. Außerdem sei dort auch die Förderschule angesiedelt. Nicht nur der Lkw-Verkehr sei ein Problem. Immer mehr Pkw würden auf der Straße parken, so dass es zu gefährlichen Überholmanövern komme.
Vier Verbesserungen wurden beschlossen. Dies sind der weitere Ausbau der Bushaltestelle stadteinwärts und ein Parkverbot auf dem Schönfelder Weg bis Höhe Krimhildstraße, das eventuell zeitlich eingegrenzt wird. Entlang des Fußwegs sind Sicherungsgitter aufzustellen und darüber hinaus müssen deutliche und rechtzeitige Hinweise auf den Fußgängerüberweg Börnicker Chaussee/Höhe Krimhildstraße aufgestellt werden.