Bereits am Nachmittag begannen die Musiker aus Frankreich, Belgien, Hannover, Berlin und Basdorf mit dem Liederprogramm. Den Anfang machte Ortsvorsteher Peter Liebehenschel, dessen eigene Kompositionen sich wunderbar in das Genre Chanson einfügen. "Jeder Musiker, der hier auftreten will, muss mindestens ein Brassens-Lied spielen", erklärte Jürgen Günther, der Vorsitzende des Vereins "Brassens in Basdorf". Bei den jeweils anderen sechs vorgetragenen Liedern, hatten die Musiker freie Hand. So sangen sie auf deutsch, englisch und französisch. "Die Förderung des poetischen Liedes steht im Zentrum der Veranstaltung," fügte Günther hinzu.
Die Geselligkeit kam dabei keineswegs zu kurz. Nicht nur kennen sich Veranstalter und Künstler seit rund zehn Jahren persönlich. Auch mit dem Publikum entwickeln die Abende ein nahezu familiäres Ambiente. Kein Wunder also, dass die vier ersten von sieben Sommerveranstaltungen bereits saalfüllend oder ausverkauft waren.
Das Georges-Brassens-Festival zieht seine Kreise. Seit 2004 findet es jährlich an mehreren Tagen im September statt. Immer neue Veranstaltungsorte in Barnim und Berlin kamen seither hinzu, so dass das Festival im Jubiläumsjahr 2014 dreigeteilt wurde. Nach dem Frühlings- und Sommerfest darf man sich schon jetzt auf fünf Tage Chansonmusik im September freuen.
"Wir wollten schon seit Jahren mal hingehen. Jetzt haben wir es endlich mal geschafft," berichtete eine Basdorferin, der das Konzert gut gefiel. "Sommer, Wein und französische Musik - was braucht man mehr?", fragte sich auch die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant. Elf verschiedene Kurzkonzerte wurden geboten. Dabei kam es nicht selten zu spontanen Duette. Und auch das Publikum stimmte gern in den Gesang ein.
Isabel Neuenfeldt aus Berlin, Jean-Marc Dermesropian aus Marseille und Erwens aus Carcassonne sind nur einige der vielen Musiker, die im Rahmen des Brassens Festivals mit ihren Instrumenten und ihrem Gesang  das Publikum fast in einen Trance-Zustand versetzten. Manch einer war geneigt, die Augen zu schließen, um die Musik noch intensiver zu spüren. Ob traurig oder fröhlich, langsam oder schnell - was alle Lieder verband, war die energische Interpretation der Künstler.
Neben den beiden Städtepartnerschaften, die Basdorf mit Ballainvilliers und Wandlitz mit La Ferrière pflegen, hat sich mit dem Georges-Brassens-Festival eine dritte Plattform für den kulturellen Austausch mit Frankreich etabliert.