Im Jahr 2025 wird mit rund 75 000 Fahrzeugen auf dem Dreieck gerechnet, 2005 waren es etwa 50 000. Der Ausbau ist der vorletzte Abschnitt des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 11 (A 2 Hannover/Berlin samt Berliner Süd- und Ostring der A 10). Trotz aller Sparmaßnahmen, so Jan Mücke (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, wolle die Bundesregierung die Infrastruktur weiter ausbauen. Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) sieht ebenfalls diese Notwendigkeit. Von der Verkehrsinfrasturktur profitiere ganz Deutschland, so Vogelsänger.
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Während der gesamten Bauzeit sollen grundsätzlich je Richtung zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Dafür werden provisorische Fahrbahnen hergestellt. Sie werden schmaler sein als normale Fahrspuren und es wird Tempobeschränkungen geben. Die Verkehrsführung wird im Laufe der drei Baujahre mehrfach geändert werden. Einzelne Sperrungen sollen nur kurzzeitig vorgenommen werden.
Um die Behinderungen für Autofahrer möglichst gering zu halten, setzt der Landesstraßenbetrieb ein umfangreiches Warnsystem ein. So werden für alle Richtungen Stauwarnanlagen installiert. Die jeweils aktuelle Situation kann vor Antritt der Fahrt im Internet abgerufen werden (www.ls.brandenburg.de). Mitte des Jahres wird auch eine Webcam installiert.
Aus Schwanebecker und Bernauer Sicht gibt es allerdings auch zwei Wermutstropfen. Mit dem Ausbau verschwindet die „Bernauer Schleife“, auf der von 1930 bis 1973 Motorrad- und Autorennen stattfanden. Und der neue Knotenpunkt wird „Dreieck Barnim“ heißen, wie es der Kreistag befürwortet hat. Die Region, so Mücke, werde dadurch aber in Deutschland bekannter.
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