Über 123.000 Euro sind bereits bei der Spendenaktion „Feli soll leben“ auf der Onlineplattform GoFundMe zusammengekommen. Gut 2.500 Nutzer haben Geld für die 13-jährige Felicitas, kurz Feli, aus Schwanebeck gegeben. Die Schülerin ist an einer schweren Form der Leukämie erkrankt. Erst im Februar dieses Jahres hat sie die Diagnose erhalten.
Derzeit ist sie für einen kurzen Moment zu Hause. Am 8. Dezember geht es für Feli ins Virchow-Klinikum in Berlin. Zur Bestrahlung und Chemotherapie, informiert ihre Tante Ulrike Montag. Eine Woche später steht der 13-Jährigen eine Knochenmarktransplantation bevor.

Bauarbeiten im Haus

Währenddessen wird in Schwanebeck das Zuhause von Feli umgebaut. Es sei viel zu tun, erklärt Ulrike Montag. Weil die Schülerin im Rollstuhl sitzt, muss das Haus barrierefrei werden. Zudem sei Hygiene wichtiger denn je. Soll heißen: Der Teppich muss raus, der Fußboden neu gemacht werden. Eine Wand muss weichen, damit Feli ins Haus kommen kann. Heizungsanlage und Fenster werden derzeit saniert, informiert Felis Tante.
Bei den Arbeiten helfen nach Feierabend Freunde und Bekannte mit. Ein Unternehmen aus Berlin-Köpenick ist ebenfalls im Haus im Einsatz. Wer handwerklich geschickt ist oder Material spenden kann, kann sich an die MOZ wenden – dann wird der Kontakt zur Familie der erkrankten Schülerin hergestellt.

120.000 Euro für Medikamente

Und die Online-Spendenkampagne? Die soll in den nächsten Tagen enden, teilt Ulrike Montag mit. Aufgewendet wurden die Spendengelder bisher für den Umbau im Haus, ein Tablet für die erkrankte Schülerin sowie einen gebrauchten Wohnwagen. Der Wohnwagen sei ein Herzenswunsch von Feli, den die Familie ihr nicht abschlagen konnte, heißt es in der Beschreibung zur Spendenkampagne.
Etwa 120.000 Euro müssen für zwei Packungen eines Spezial-Medikamentes für Feli gezahlt werden. Noch ist unklar, ob die Kosten dieser Therapie von der Krankenkasse übernommen werden. Leider habe die Spezialtherapie nicht den erhofften Erfolg gebracht, so die Tante.
Die Gedanken von Ulrike Montag – sie drehen sich um Feli. Für die Schülerin wurde ein Knochenmarkspender gefunden. Doch andere Kinder auf der Onkologie im Helios-Klinikum Berlin-Buch seien noch auf der Suche nach einem geeigneten Spender, sagt die Tante. Sie bittet alle, sich für eine Knochenmarkspende zu registrieren. Als Angehörige sehe man die Registrierung und Typisierung in einem anderen Licht, merkt sie an.