Das Netzwerk Gesunde Kinder Barnim Süd hat einen Aufruf gestartet, um einer jungen Mutter zu helfen, die an einer seltenen Krebs-Form leidet. Sie ist 22 Jahre alt, heißt Isabell und kommt aus Bernau.
„Sie ist eine unserer jüngsten Netzwerk-Mamis, ihr kleiner Sohn ist gerade erst sieben Monate alt,“ betont Koordinatorin Nicole Peter.

Diagnose nur kurz nach Geburt des Sohnes

Nur kurz nach der Geburt ihres Kindes ist bei der jungen Bernauerin eine extrem seltene Form von Krebs festgestellt worden. Er greift das Lymphsystem und das Blut an. Das Problem: Die Chemotherapien schlagen nicht richtig an, gesucht wird deshalb jetzt ein genetisch hundertprozentiger Zwilling – und das noch in diesem Jahr. „Das ist ihre einzige Chance, diesen blöden Krebs zu besiegen“, sagt Peter, die deshalb einen Aufruf zur Spender-Suche über die Facebook-Seite des Netzwerkes gestartet hat.

Registrierung auch in Corona-Zeiten möglich

Darin ruft sich auf, sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren zu lassen, zur Typisierung als potentieller Spender. „Wir sind seit Jahren registriert und das ist auch gut so“, schreibt Peter.
Die Registrierung ist auch in Corona-Zeiten möglich – und zwar von zu Hause aus. Über die Internetseite der DKMS kann man sich kostenlos ein Registrierungs-Set bestellen. Enthalten sind darin medizinische Wattestäbchen, mit denen man einen Abstrich der Wangenschleimhaut macht. Das Set geht dann per Post ins Labor der DKMS zur Analyse.

Hoffnung auf passenden Spender

Sollte eine Übereinstimmung mit der 22-jährigen Isabell bestehen (oder einem anderen Menschen), wird man von der DKMS kontaktiert. Die einzigen Voraussetzungen sind: Man muss zwischen 17 und 55 Jahre alt sein und darf keine chronische Krankheiten haben.
„Wir hoffen von Herzen, dass sich ein passender Spender für Isabell findet“, sagt Nicole Peter vom Netzwerk Gesunde Kinder. Das Netzwerke hilft Barnimer Eltern und Kindern, in dem es ehrenamtliche Familienpaten vermittelt. Aktuell gibt es 84 sogenannte „Netzwerkkinder“.