„Ich bin gerne gekommen, auch um zu sehen, wohin das Geld fließt“, sagte die SPD-Politikerin. Sie dankte zugleich den vielen ehrenamtlich tätigen Menschen im Land für ihre Arbeit. Zahlreiche Städte und Gemeinden wären ohne den Sport ärmer, so die Ministerin.
Insgesamt erhielt der Landessportbund Brandenburg (LSB) aus dem „Kommunalen Infrastrukturprogramm“ (KIP) eine Summe von 1,58 Millionen Euro.  Damit werden Bauvorhaben in insgesamt sieben Sportvereinen, darunter auch in Eichwalde, Fürstenwalde und Henningsdorf, unterstützt.
In Ahrensfelde sollen ein Kunst-rasenplatz mit Beleuchtung und eine 400-Meter-Laufbahn entstehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,26 Millionen Euro. Die Kommune steuert 760 000 Euro bei, der Verein beteiligt sich mit 17 000 Euro. Die Fertigstellung ist noch in diesem Jahr geplant.
„Zwischen 2016 und 2019 haben wir die Freizeit- und Sportinfrastruktur mit insgesamt 23 Millionen Euro gefördert“, sagte die SPD-Politikerin. Das KIP sei damit das größte Breitensportprogramm im Land Brandenburg. Die entsprechende Richtlinie war geändert worden, um auch Kunst-rasenplätze fördern zu können.
Ahrensfeldes Bürgermeister Wilfried Gehrke (CDU) betonte, dass die Wachstumregion besondere Herausforderungen an die betreffenden Kommunen stelle. Er sprach sich zugleich dafür aus, „die Mittel zum Wohl derer, die schon hier leben und noch herziehen wollen, zu bündeln“. Der Christdemokrat wies auch darauf hin, dass man mit der Aufstellung  eines Bebauungsplanes ein „offenes und transparentes Verfahren“ gewählt habe. Dies sollte die Akzeptanz des Projektes in der Bevölkerung steigern. „Das haben wir auch ganz gut hinbekommen“, so der Ahrensfelder Bürgermeister.
Nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Uwe Lachmann ist der Bedarf nach sportlicher Betätigung in der Gemeinde groß. Für die Senioren gebe es bereits Wartelisten. „Wenn die Laufbahn zur Verfügung steht, wird auch die Leichtathletik wiederbelebt“, so der Vereinsvorsitzende.
Anwohner des Sportplatzes hatten sich mit einem Brief an Bildungsministerin Ernst gewandt und auf die zunehmenden Lärmemissionen hingewiesen. Durch den Bau des zweiten Kunstrasenplatzes und die geplante tägliche Ausdehnung des Spiel- und Trainingsbetriebes bis 22 Uhr verschärfe sich die Situation weiter, hieß es. Die vorgesehene geringe Erhöhung des bestehenden Schutzwalls sowie die Anpflanzung von Gehölzen würden bei Weitem nicht zur Lärmminderung beitragen. „Für den Schutz der Zauneidechsen werden Mittel bereitgestellt, für die Anwohner aber kein Cent“, so die Anwohner in dem Schreiben. Ministerin Ernst wurde gebeten, sich bei der Übergabe des Fördermittelbescheides für einen wirksamen Lärmschutz für die Bewohner des Goethewohnparks einzusetzen.
Bereits im Jahr 2015 hatten Anwohner eine Petition an die Gemeindevertretung gerichtet  und sie mit einer Unterschriftenliste mit den Namen von 172 Ahrensfeldern untermauert. Gefordert wurden damals bauliche Maßnahmen zum Schutz vor dem gesundheitsschädlichem Lärm.