Ahrensfeldes Bürgermeister Wilfried Gehrke ( CD U ), der in diesem Jahr Pate der Tour ist, freut sich, dass so viele Radfahrer gekommen sind. "Es ist schön, wenn sich so viele Menschen für ein friedliches Miteinander und für Toleranz einsetzen", erklärt er kurz vor dem Start.
verweist zudem darauf, dass die große Teilnehmerzahl zeige, dass "der Barnim sportlich" sei. "In einer so großen Gruppe fahren macht besonders viel Spaß", gibt er der Teilnehmern noch mit auf den Weg. "Abends ist man zwar ziemlich kaputt, dafür aber glücklich."
Rund 250 Teilnehmer sind es insgesamt, die in Richtung Oranienburg und Berlin in die Pedale treten. Ein großes Feld, auch wenn es in den vergangenen Jahren im Schnitt um die 700 Fahrer waren. Bei der größten Tour gingen sogar schon 1500 Radler auf den Kurs. "In der Regel kommen im Laufe der Tour aber noch viele Fahrer hinzu", weiß Heidlinde Benzinger vom Organisationsteam zu berichten.
Für Reinhard Jacobey ist es mittlerweile der siebte Start. "Ich fahre gern Rad, das ist gesund", erklärt er seine Motivation. Welche Tour für ihn die schönste war? "Die hatten alle etwas Besonderes zu bieten", erzählt der 62-jährige Eberswalder und freut sich schon auf ein paar Bekannte, die er von von vergangenen Touren schon kennt.
Theresa Thielemann hingegen ist das erste Mal dabei. Freunde hatten ihr von der Veranstaltung erzählt. "Da habe ich mich spontan entschieden mit ihnen mitzufahren", sagt die Berlinerin. Die 23-Jährige freut sich besonders auf den Streckenabschnitt in Berlins Mitte. "Unter den Linden entlang fahren oder vorbei an der Gedächtniskirche, das erlebt man nicht jeden Tag", ist sie sich sicher.
So hat jeder seine eigene Motivation an der Tour teilzunehmen. Nur Petra Bierwirth wirkt etwas wehmütig. Hat sie doch vor neun Jahren als Bundestagsabgeordnete die "Tour de Tolérance" mitinitiiert. Dass sie nicht wieder kandidiert, könnte es auch die letzte Tour sein. Auch wenn sie daran festhält, dass sich im nächsten Jahr alle Partner wieder zusammenfinden wollen, um zumindest die zehnte, die Jubiläumstour, zu organisieren. Dann, so die Idee, könnten alle Startorte der vergangenen Jahre, oder zumindest viele davon, in einer einzigen Tour miteinander verbunden werden. Ein ambitioniertes Vorhaben, dass die Streckenlänge vom Wochenende mit 96 Kilometern sicherlich noch einmal überbietet.