Rund zwei Millionen Euro stellt das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung für den Ausbau der Bernauer Ladestraße im Rahmen des Förderprogramms Kommunaler Straßenbau zur Verfügung. Damit übernimmt das Land etwa die Hälfte der geplanten Gesamtkosten.
Gefördert wird neben dem Straßenbau auch der Bau von Gehwegen sowie kombinierten Geh- und Radwegen entlang der Straße einschließlich deren Entwässerung, der Umverlegung von Leitungen und Ersatzpflanzungen. Bürgermeister André Stahl freut sich über die Fördermittel. „Die können wir für dieses wichtige Projekt gut gebrauchen. Immerhin wird die Ladestraße unsere erste große Entlastungsstraße sein.“

Ladestraße soll Verkehr auf Breitscheidstraße reduzieren

Die sechseinhalb Meter breite neue Ladestraße verbindet die Weißenseer Straße (L 200) und die Börnicker Chaussee (L 30). Sie wird parallel zur Bahnstrecke auf der Trasse der alten Ladestraße gebaut und soll künftig den Verkehr im Innenstadtbereich, vor allem auf der Breitscheidstraße, reduzieren. In Bahnhofsnähe sollen zudem rund 100 Pkw-Stellplätze eingerichtet werden.
Derzeit bringt die Firma Matthäi auf dem bereits gebauten Teilstück zwischen dem ehemaligen Busbahnhof und der Börnicker Chaussee die Asphalttrag- und die Asphaltbinderschicht auf. Von der Weißenseer Straße aus werden Regenwasserleitungen verlegt. Gleichzeitig erfolgen Arbeiten zum Ausbau der Geh- und Radwege sowie der beiden Bushaltestellen an der Bahnhofspassage.

Wildwuchs und Müll mussten beseitigt werden

„Die Bauarbeiten laufen seit dem Frühjahr. Anfangs mussten viel Wildwuchs, Müll und Ablagerungen beseitigt werden. Dabei wurde auch Munition gefunden, sodass der Munitionsbergungsdienst Begleiter auf der Baustelle war“, sagt Kirstin Plokarz vom Bauamt der Stadt.
Der Schwerpunkt wurde dann auf die Anbindepunkte der Ladestraße an die Weißenseer Straße und den Kreisverkehr an der Börnicker Chaussee gelegt. Parallel dazu erfolgte der Bau einer Spundwand zur Sicherung des Damms. Seit dem Sommer wird intensiv im Bereich um die Bahnhofspassage gebaut. Dort wurden Leitungen zur Regenentwässerung verlegt und Versorgungsleitungen zur Bahnhofspassage umverlegt.
Ziel ist es, die gut einen Kilometer lange Strecke bis zum Brandenburg-Tag im September 2021 fertigzustellen.