Der Vertrag, den die Stadt mit der Märker Wachdienst GmbH abschloss, war auf fünf Monate beschränkt, doch die Liste der zwischen dem 1. Mai und 
30. September zu kontrollierenden Plätze, Parks und Freiflächen lang. Jeweils an den Wochenenden – von Freitag zu Sonnabende zwischen 20 und 4 Uhr sowie von Sonntag zu Montag von 18 bis 2 Uhr – gingen die privaten Wachleute auf Streife durch Bernau und seinen Ortsteil Schönow.
Ihr Einsatzgebiet reichte vom Stadtpark und den Wallanlagen über den Busbahnhof bis zur Bürgermeisterstraße. Sie waren in Bernau-Süd unterwegs und im Kirschgarten, auf dem Russischen Friedhof und dem Bolzplatz An der Panke, zwischen den Sportplätzen in Schönow und rund um den Sportplatz an der Zepernicker Chaussee. Zumeist kam die Streife zu Fuß, manchmal auch mit dem Auto – bis zu drei Mal in der Nacht an einen Ort und zu unterschiedlichen Zeiten.
„In diesem Jahr wurden verstärkt Sachbeschädigungen in Form von Graffiti an Gebäuden, Mauern und Bänken festgestellt“, informierte Bürgermeister Hubert Handke gestern Abend den Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung. „So am 6. Juni am Wehrgraben in Höhe des Parkplatzes Parkstraße, vom 16. zum 17. Juli in der Straße Alte Brauerei und in der Hohe Steinstraße, am 28. August in der Sachtelebenstraße und am 25. September an der Plansche“, zählte er auf. Am 24. Juli erwischten die Wachmänner Leute, die sich im Külzpark ihres Abfalls entledigen wollten, am 12. Juni eine Gruppe von angetrunkenen Jugendlichen, die ein Halteverbotsschild dabei hatten. „Die Bereiche südliche Bürgermeisterstraße, Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof, die in den Jahren zuvor verstärkt kontrolliert wurden, stellen keine Schwerpunkte mehr dar“, stellte Handke fest.
Für eine Fortführung des Vertrages mit dem Wachdienst sprach sich Othmar Nickel (CDU) aus. „Wir sollten den Streifendienst weiterbetreiben. Dadurch werden vielleicht schlimmere Dinge verhindert“, glaubt er. Auch Bürgermeister Handke gewinnt den von der Stadt finanzierten Kontrollen Vorteile ab: „Es ist eine Möglichkeit der Prävention, und sie stärkt das subjektive Sicherheitsempfinden der Bernauer“, sagte er.