Viel ist über den Tatverdächtigen, dessen Identität seit Montag feststeht, noch nicht bekannt. Er soll 30 Jahre alt sein, hieß es zunächst nur. Mehrere Medien berichten zudem, es handle sich um einen Mann aus Serbien. Ein Polizeisprecher bestätigte der MOZ aber, dass der Flüchtige bereits polizeibekannt ist.
Laut "RTL.de" soll es um Eigentumsdelikte gehen. Bei der Spurenauswertung der Vergewaltigungen sei ein Fingerabdruck gefunden worden, der dem Tatverdächtigen zugeordnet werden konnte. Der Polizeisprecher wollte dies im Detail nicht kommentieren, betonte aber, dass Landeskriminalamt (LKA) sei im Rahmen der Ermittlungen auf die Identität des mutmaßlichen Serienvergewaltigers gestoßen.
Die Behörden rechnen dem Verdächtigen insgesamt sieben Taten zwischendem 12. und 30. Juni zu. Dazu zählt auch ein Sexualverbrechen in der Nähe des S-Bahnhofs Bernau-Friedenstal. Hier soll der Mann eine 20-jährige Frau auf einem unbeleuchteten Geh- und Radweg an der Panke verfolgt und sich anschließend an ihr vergangen haben. Hinzu kommen mehrere Übergriffe im Bereich des Berliner Grunewalds und einer in der Nähe von Kleinmachnow in Brandenburg.
Seit Mitte vergangener Woche hat die Polizei mit Bildern aus einer Überwachungskamera, die am 15. Juni am Bernauer Bahnhof Friedenstal aufgenommen wurden, öffentlich nach dem Mann gefahndet. Die Resonanz ist groß: Rund 300 Hinweise von Bürgern sind bis Montagabend bei den Ermittlern eingegangen, heißt es bei der Polizei.
Zum möglichen Aufenthaltsort des Tatverdächtigen gibt es keine Angaben. Er sei auf der Flucht, heißt es. Ob er noch in Berlin oder Brandenburg vermutet wird oder im Ausland, ist unklar. "Wir suchen nach dem Mann, mehr können wir nicht sagen", so ein Polizeisprecher. Die Generalstaatsanwaltschaft soll bereits Haftbefehl erlassen haben.