Dass es zum 21. Safadi-Werbellinsee-Triathlon, der am Wochenende in Joachimsthal stattfand, einen neuen Teilnehmerrekord geben würde, stand bereits wenige Tage vor den Wettbewerben außer Diskussion. Denn am Donnerstag vergangener Woche waren die ersten freiwilligen Helfer aktiv und bereiteten für genau 851 gemeldete Einzelstarter und Staffeln bis in die späten Abendstunden die Starterbeutel mit allen Wettkampfunterlagen vor. Doch ob sogar die 1000er-Marke geknackt würde, war noch fraglich. Um so erfreulicher war dann am Sonntagabend die Auswertung der endgültigen Zahlen: 1061 Athleten waren in der Summe über alle Distanzen dabei. Und 1040 von ihnen erreichten das Ziel.
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Hauptsächlich am Samstag wurden alle Beteiligten auf eine harte Probe gestellt. Zwar herrschte beim fitolino-Kinder-Swim-und-Run-Triathlon noch eitel Sonnenschein. Eine Stunde später aber zogen düstere Wolken auf und ein starker Wind kam auf: Ein schweres Gewitter war scheinbar im Anmarsch. Eine Situation, die es in der Historie des Triathlon am Werbellinsee vor einem Start zum ersten Mal gab und die das Kampfgericht vor eine harte Probe stellte. Was war zu tun? Sollte der Volks-Triathlon abgesagt, verschoben oder durchgezogen werden?
Doch das befürchtete Gewitter blieb aus, und das Kampfgericht entschied in Absprache mit der Polizei und auch aufgrund der zeitlich festgelegten Vollsperrung der Straße, den Wettkampf zu starten und nur wenige Minuten nach hinten zu verschieben. Wäre allerdings das drohende Gewitter über dem See ausgebrochen, hätte der Wettkampf gänzlich gestrichen werden müssen.
Dies war allen Athleten bewusst. Umso erfreulicher die Ruhe der Sportler, die geduldig im Wind stehend, die Entscheidung der Organisatoren abgewartet und die Verschiebung des Starts akzeptiert hatten. Während des Wettkampfes wurden sie mit starkem Wellengang, Regen und reifentiefen Pfützen auf den Straßen konfrontiert. Erst beim Lauf beruhigte sich das Wetter wieder, sodass die Finisher-Medaillen schon wieder im Trockenen umgehangen werden konnten.
Am Sonntag beim Rennen über die Halb- beziehungsweise Olympische Distanz hatten alle mehr Glück mit dem Wetter. Doch gab es auch am zweiten Tag einige Herausforderungen zu bewältigen. Der Werbellinsee war noch so warm, dass nur ohne Neoprenanzug geschwommen werden durfte. Dies bescherte dem einen oder anderen in Verbindung mit dem immer noch starken Wellengang ein besonderes Schwimmerlebnis.
Auch die neu gelegte (verlängerte) Laufstrecke war laut Aussagen vieler Sportler um einiges anspruchsvoller als die alte Streckenführung, die aufgrund der höheren Teilnehmerzahlen so nicht mehr funktionierte.
"Alles in allem waren es aber zwei wunderbare Wettkampftage mit tollen sportlichen Leistungen", so die Veranstalter.
Viele bekannte Namen sind in den Ergebnislisten wiederzufinden. Beispielsweise jener von Steffi Steinberg, die souverän bei den Damen über die Mitteldistanz vor Nancy Nöske siegte. Und das nicht zum ersten Mal. Die ehemalige Eberswalderin hatte bereits 2011 und 2012 auf der Halb-Distanz triumphiert. Aber auch junge Athleten waren dabei. So siegte Normann Fenske bei den Herren bei seinem Debüt über die Mitteldistanz am Werbellinsee. Allen Sportlern, Betreuern, Zuschauern, beteiligten Organisationen, Institutionen und freiwilligen Helfern, wie auch denen, die die Veranstaltung geduldet haben, ist nicht genug zu danken, heißt es von den Veranstaltern.
Petko Beier, der die Fäden der Gesamtleitung in den Händen hielt: "Es war schon sehr toll zu sehen, wie über die Jahre mehr und mehr alles ineinander spielt. Von vielen Sachen habe ich schon teilweise gar nichts mehr mitbekommen. Hier engagieren sich Personen eigenverantwortlich für diese große Sportveranstaltung und tragen damit zu dem Erfolg bei. Ob es unsere Ressortverantwortlichen sind, die schon jahrelang ehrenamtlich dabei sind.
Oder andere, wie zum Beispiel der Geschäftsführer des Tourismusvereins Schorfheide-Chorin, Axel Ritter, der nach den Problemen des letzten Jahres seinerseits den Kontakt gesucht hat, um bei den Anliegern der Radstrecke für Akzeptanz zu werben. Dafür möchte ich den Menschen im Barnim eine regelrechte Liebeserklärung aussprechen - so ist das toll, macht Spaß, und es muss einfach weitergehen."
Alle Ergebnisse unter www.safadi-werbellinsee-triathlon.de
Schöne Kulisse: Nicht nur die Natur rund um den Werbellinsee, sondern auch die zahlreich angereisten Zuschauer sorgten für eine prächtige Atmosphäre am Start. Egal, ob über die Olympische Distanz oder den "Halben" - das Publikum feuerte die Athleten am Sonntag an. Am Sonnabend waren bereits mehr als 300 Sportler beim Volks-Triathlon an den Start gegangen.Fotos (3): MOZ/Thomas Burckhardt
Raus aus dem Nass: Nach dem Schwimmen im 25 Grad warmen Wasser ging es für die Athleten sofort auf das Rad.
Sicher unterwegs: Die Radstrecke war gut abgesperrt.
Safadi-Werbellinsee-Dreikampf wartet trotz schlechten Wetters mit neuem Teilnehmerrekord auf