Erfasst sind die sogenannten Schutzziele und die dafür nötige Personalentwicklung bei den freiwilligen Einsatztruppen. Feuerwehrstandorte, Personal, Fahrzeuge und die Situation bei der Löschwasserbereitstellung wurden analysiert.
Alle drei bis fünf Jahre, so Gemeindewehrführer Thomas Bielicke, werde diese Datensammlung erhoben, um handlungsfähig zu sein. Auch wenn sich Schülerzahlen oder Personal veränderten, neue Trinkwasserleitungen, wie zuletzt in der Wernigeroder Straße unter die Erde kämen, solle doch immer die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren gesichert sein. Dafür werden auch Absprachen zwischen der Gemeinde und dem Eigenbetrieb Panketal getroffen.
Für die Gemeinde mit 77 Aktiven, die zwei Feuerwehrstandorte in Schwanebeck und Zepernick unterhält, wird bei Wohnungsbränden von einer Eintreffzeit nach Alarmierung von zehn Minuten ausgegangen. Befinden sich Menschen in Not, müssen die Einsatzkräfte 13 Minuten später am Ort des Geschehens sein. Dafür sorgt auch die Einsatzleitstelle des Landkreises, die die Lage bewertet und über nötige Einsatzkräfte entscheidet.
Aus der Analyse ergab sich, dass 79 Prozent aller Aktiven am Tage nicht ihren Arbeitsplatz verlassen dürfen. Auch die Altersstruktur unter den Feuerwehrleuten ist insofern kritisch, dass nur sieben Aktive tagsüber in einem Alter sind, um Atemschutz zu tragen. Das verlangt gute Fitness und Körperkraft. Nur 25 Prozent aller Panketaler Einsatzkräfte sind zwischen 18 und 25 Jahren alt, heißt es in der Statistik. Bei der Suche nach Wohnraum und Jobs in der Nähe sei die Hilfe der Gemeinde aber unabdingbar, hatten schon die kommunalen Ausschüsse festgestellt.
Denn an Nachwuchs mangelt es den Panketalern nicht. Wie Cordula Ditz, in der Gemeinde zuständig für die Feuerwehr, am Montag betonte, seien an beiden Standorten jeweils bis zu 20 Kinder als junge Feuerwehrmädchen und -jungen aktiv. An der Nachfrage liege es nicht. Kritisch, so hebt auch der Plan hervor, ist der Übergang zum jungen Erwachsenenalter, wenn die Nachwuchskräfte ausziehen und Ausbildung oder Studium angehen.
Da die Zahl der Einsätze seit 2012 stetig angestiegen ist - erinnert sei an die großen Regenfälle und Stürme 2017 - soll ein zweiter hauptamtlicher Gerätewart die Feuerwehr Panketal unterstützen. Er sichert die Einsatzbereitschaft auch als Maschinist und Führungskraft, geht in Kitas und Schulen zur Brandschutzerziehung und ist Ansprechpartner in der Wache. Gerätewart Thomas Krüger hätte dann auch eine Urlaubsvertretung.
Um Defizite in der Löschwasserversorgung zu überbrücken, bis durch eine neue Druckerhöhungsstation auch Gehrenberge aus dem Trinkwassernetz bedient werden kann, soll 2020 ein Gerätewagen Logistik für 380 000 Euro angeschafft werden. Auch im Gewerbegebiet Schwanebeck fehlt es an Löschwasser. Ein überirdischer Speicher soll hier für Abhilfe sorgen. Ein Gerätewagen, der schon 2018 geplant ist, kann laut Bielicke drei Rollcontainer mit mehreren Hundert Metern Schlauch zum Überbrücken von Strecken aufnehmen. Ein Pumpenanhänger für 60 000 Euro steht ebenso an. Vor allem Wasser aus überlaufenden Regenauffangbecken wie an der Steenerbuschstraße kann dann besser beseitigt werden. 2021 schlägt der Kauf eines Tanklöschfahrzeugs 4000 im Wert von 400 000 Euro zu Buche.
Bielicke betont, dass Panketal insgesamt gut aufgestellt sei. Feuerwehren aus dem Umland würden sich außerdem traditionell immer unterstützen und im Notfall helfen.