Glubschi, Schäfchen und Teddy geht es nicht gut. Die Plüschtiere der Kita-Kinder aus Melchow müssen dringend zum Arzt. In der Teddyklinik am Immanuel Klinikum Bernau finden die Kinder und ihre Lieblinge Gehör und fachkundige Hilfe. Zum Beispiel bei Chefärztin Dr. Barbara Korinth und Kinderärztin Judith Musikowski, den Kinderkrankenschwestern Sarah, Eileen und Wenke und vielen fleißigen Helfern. Die haben extra zum 50. Geburtstag der Teddyklinik eine Schokotorte mit Wunderkerzen bestückt, Obst und Milch auf den Plätzen verteilt, damit das Warten auf den Arzt nicht langweilig wird.
Zwölf Betten hat die pädiatrische Station im Klinikum. Seit einigen Wochen hat die neue Chefärztin das Zepter in der Hand. Sechs Ärzte – zwei neue Oberärzte kommen demnächst – kümmern sich um die kleinen Patienten. Um den Kindern Ängste zu nehmen, Behandlungen zu zeigen und Trost zu spenden, hat sich die Teddyklinik bewährt. Künftig soll die Kinder- und Jugendmedizin weiter ausgebaut werden. Mit Dr. Korinth hat sich das Klinikum eine erfahrene Spezialistin für Kinderkardiologie und Psychosomatik ins Haus geholt. Die Ärztin, die in Ützdorf lebt und mit 56 Jahren noch einmal einen neuen Lebensabschnitt begonnen hat, freut sich auf die Aufgabe. „Vor allem die Psychosomatik wird immer bedeutsamer“, weiß die Kinderärztin aus Erfahrung. Ursachen zu erforschen, woran Kinder leiden, mit dem Umfeld zu sprechen und nach Lösungsansätzen zu suchen, ist Dr. Korinth wichtig. Auch die Verbindung zur Gastroenterologie will die erfahrene Medizinerin herstellen. Da fehlt es an Spezialisten für Kinder in der Region, weiß sie.
Doch am Donnerstag waren die plüschigen Patienten dran. Der fünfjährige Elias musste seinen Teddy röntgen lassen, ehe an der rechten Schulter ein roter Gipsverband angelegt wurde. „Der arme Bär“, sagte der Melchower Junge. Der vierjähriger Jolina mit ihrem Schäfchen kam die Hilfe gerade recht. Ein Loch war zu nähen - dafür gab es als Medizin Schokoladentorte. (li)