Auf Bernaus größter Baustelle ist es erneut zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Mann wurde am Montagmorgen vom Baustellen-Personal an dem im Rohbau befindlichen Parkhaus neben der Arena tot aufgefunden. Wie am Nachmittag bekannt wurde, handelt es sich um einen 36-Jährigen aus Märkisch-Oderland.
Möglicherweise ist der Mann von einem Kran in die Tiefe gestürzt. Die Fallhöhe lasse darauf schließen, so Polizeihauptkommissar Karsten Schultz. Der Unfall soll sich in der Nacht ereignet haben. Der Mann erlag seinen schweren Verletzungen.
Aus der Bernauer Stadtverwaltung hieß es am Mittag, man sei erschüttert, dass es auf der Baustelle der Stadt einen Todesfall gab. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen.“ Weiter teilt die Stadt in einer Stellungnahme mit, ein Arbeitsunfall könne aus ihrer Sicht ausgeschlossen werden. „Nach Aussagen der derzeit am Bau beteiligten Firmen werde kein Mitarbeiter vermisst.“ Man habe sich bei allen Firmen telefonisch erkundigt.

Wie der Unfall passierte, ist noch unklar

Dies bestätigte am Abend auch die Polizei. Der Mann habe zwar Arbeitskleidung getragen, sei aber nach ersten Erkenntnissen nicht bei einer der am Bau beteiligten Firmen angestellt gewesen. Was der Mann in der Nacht auf der Baustelle getan habe, ob er eventuell Baustellen-Materialien entwenden wollte oder ob es sich um einen Suizid handele, sei noch nicht sicher, so Polizeihauptkommissar Schultz. „Die Ermittlungen laufen noch. Wir sprechen gerade mit den Angehörigen.“

Bereits der zweite schwere Unfall auf der Baustelle

Es ist nicht der erste Unfall auf der Baustelle am Ladeburger Dreieck. Hier baut die Stadt Bernau eine große Mehrzweck-Sporthalle. Bereits am 31. März 2022 wurde dort ein 51-jähriger Bauarbeiter lebensgefährlich verletzt. Auch er war aus großer Höhe abgestürzt und auf den Boden aufgeschlagen. Er hat den Unfall zum Glück überlebt.
Die Kriminalpolizei verschaffte sich am Vormittag vor Ort auf der Baustelle ein Bild der Lage. Die Bergung des Mannes war schwierig, da er zwischen Bauteile der Bodenplatte gefallen war.
Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Textes war von einem verunglückten Bauarbeiter die Rede. Dies ist offenbar nicht der Fall. In der Aktualisierung des Beitrages wurde dieser Umstand berücksichtigt.
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