"Wir wollen mit der Tour das Miteinander stärken und die Toleranz fördern", sagte Bürgermeister Wilfried Gehrke. Die Kommune ist inzwischen zum zweiten Mal der Hauptveranstalter. Der Verwaltungschef hob aber auch zugleich die Rolle von Heidlinde Benzinger hervor. "Sie war es, die immer darauf gedrungen hat, dass die Tour de Tolérance weiterhin stattfindet", sagte Gehrke. Benzinger hatte mit der damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Bierwirth die Veranstaltung im Jahre 2001 ins Leben gerufen. Das Ziel war es damals, etwas gegen die schleichende Ausbreitung von Extremismus, Rassismus und Antisemitismus zu tun. Inzwischen wird die Tour von einem breiten Bündnis aus Institutionen, Betrieben, Schulen und Vereinen der Region Barnim getragen.
"In diesem Jahr werden wir aus verschiedenen Gründen nur in Brandenburg fahren", sagte Mitorganistor Bodo Böhlemann. Der Start erfolgt um 9.30 Uhr am Rathaus Ahrensfelde. Über Werneuchen, Biesenthal, Wandlitz und Schönwalde wird sich der Tross nach Bernau bewegen. Dort will man gegen 15.30 Uhr das Ziel, den Marktplatz der Hussitenstadt, erreichen. Nach Angaben von Böhlemann werden 500 bis 700 Radler erwartet. Etwa 100 Männer, Frauen und Kinder haben sich bisher angemeldet. "Aus Erfahrung wissen wir, dass sich viele Menschen erst spontan entscheiden, mitzumachen", so Böhlemann. In einem Jahr hatten sich mehr als 2000 Radler an der Tour beteiligt. Diese Zahl werde man aber sicher nicht mehr erreichen, hieß es. Anmelden kann man sich am Starttag in der Zeit von 7.30 Uhr bis 9 Uhr.
An den einzelnen Stationen sind kurze Zwischenstopps geplant. Dort werden dann die Bürgermeister die Teilnehmer der Tour begrüßen. Eine halbe Stunde Pause zum Essen wird es in Biesenthal geben. Insgesamt ist die Route rund 80 Kilometer lang.
Die Vorbereitungen sind nach Angaben von Steffi Domes, sie ist die Hauptorganisatorin im Rathaus, weitgehend abgeschlossen. Rund 800 Getränkeflaschen wurden geordert, 1000 T-Shirts bedruckt und unzählige Plakate verteilt. "Polizeischüler und Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren unterstützen uns als Ordner", so Domes.
Als Schirmherr konnte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gewonnen werden. Seine Vorgänger waren unter anderem der frühere Bundesinnenminister Otto Schily, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und der Präsident des Bundes Deutscher Radsportler, Rudolf Scharping.
Den Teilnehmern raten die Organisatoren, die Räder vor der Tour auf technische Sicherheit zu überprüfen. Auch Material für eine Notreparatur sollte im Gepäck nicht fehlen. Ferner wird eine funktionsgerechte Kleidung empfohlen sowie eine Radlerhose mit Einsatz. Nicht vergessen: es sollte viel getrunken werden.
Infos: Telefon 030 936900101, www.tourdetolerance.de; info@tourdetolerance.de