Das traditionelle Kartoffelschälen lokaler Prominenter bildete wieder den Auftakt des Regionalparkfestes im Blumberger Lenné-Park. Gewonnen hat Lothar Ast, Ortsvorsteher von Hirschfelde. Er hatte als erster sein Soll erledigt und konnte die Knollen blank vorweisen. Bürgermeister Horn, der im letzten Jahr den Sieg einfuhr, hatte übrigens keine 109 Meter lange Schale produziert, wie hier in der MOZ voller Bewunderung berichtet worden war. Eine durchaus beachtliche 109 Zentimeter lange Schale hatte ausgereicht, um sich als Meister der Disziplin zu qualifizieren. Vor diesem Wettbewerb hatte Andreas Knop, stellvertretender Bürgermeister, die Besucher begrüßt und dabei auf infrastrukturelle Verbesserungen im Lenné-Park hingewiesen: Ein neuer Spazierweg wurde soeben fertiggestellt, eine Brücke über den Entwässerungsgraben, der vom "großen See" nach Nord-Westen zur B158 führt, ist noch in Arbeit.
Es folgte ein unterhaltsames Programm, eingeleitet von den Formationen der Tanzschule Magic Dancers Bernau. Showtanz vom Feinsten mit breitem Repertoire zeigten die Mädchen und Frauen im Alter von acht bis 78. Danach zeigten die Akkordeonspieler der Mini Balg Band gemeinsam mit den Melodikakindern, beides Gruppen von der Musikschule Fröhlich, was sie im Unterricht gelernt haben. Es folgten die den Einheimischen wohlbekannten Tänzer der Bernauer East Side Funcrew mit Breakdance-Einlagen, ein Bühnenprogramm der Docemus Schule, deren Campus direkt am Festgelände liegt, die Darbietungen der Luna Tanzgruppe, des Blumberger Chors, der Schülerband Saitenweise der Werneuchener Europaschule, der Line Dancer aus der Schorfheide sowie verschiedene professionelle Show- und Musikeinlagen.
Zahlreiche Marktstände ergänzten das Unterhaltungsprogramm auf informative Weise. Ein kleines "Biwak" hatte die "Königlich Preußische Gardeartillerie zu Fuß - Compagnie Nr. 1" am Rande des Parks aufgeschlagen, um dort ihre Salutschüsse mit einem preußischen Sechspfünder vorzubereiten. Bei solchen Ereignissen wird natürlich nicht scharf geschossen, sondern nur mit Schwarzpulver geböllert. Die "Spezialtruppe" der Ahrensfelder Schützen hat ihre Kanone selbst gebaut. Der Verein ließ es sich nicht nehmen, auf dem Fest zu defilieren und in seine Vereinsarbeit einzuführen.
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Der Jägerschaft Blumberg, Mitglied im Jagdverband Bernau, stellte mit einem Infostand ihre pädagogische Arbeit vor und zeigte Teile ihrer Tierpräparate-Sammlung: "Gerade waren wir mit unserem Equipment an der Docemos Schule", erzählte Jäger Andreas Walter. "Wir verbringen mit den Schülern ganze Unterrichtstage im Wald, um ihnen Tiere und Pflanzen nahe zu bringen." Bei so einem Projekttag lernen Jugendliche zum Beispiel Fährten legen. Mit einem anderen Infostand stellten die Sammler vom Werneuchener Radiomuseum ihre Arbeit vor. Sie haben gerade einen Ausstellungsraum zum 100. Geburtstag des ersten Kunststoffes Bakelit umgestaltet.

Neues vom Regionalpark

Zum Regionalparkfest hatten der Ort Blumberg, die Gemeinde Ahrensfelde und der Verein Regionalpark Barnimer Feldmark eingeladen. Siglinde Stöllger vom Verein sorgte mit dafür, dass bei der Festorganisation alles glatt lief und lieferte am Rande einige Neuigkeiten zur Regionalparkarbeit: "Ich freue mich, dass die Projekte unseres Vereins in Zukunft von den neuen professionellen Kräften David Sumser und Laura Hüneburg unterstützt werden", so Siglinde Stöllger. Ihr Kollege Sumser schreibt gerade an einem Konzept für einen neuen Rundweg um Schwanbeck.