Im Rathaus Britz hat die Nachricht vom Tod Schneiders tiefe Betroffenheit ausgelöst. Etliche Kollegen haben seit 18 Jahren mit ihm zusammengearbeitet. „Wir werden ein Kondolenzbuch auslegen“, kündigte Kämmerin Astrid Gohlke, die vorübergehend die Geschäfte führt, an. „Wir haben nicht nur einen Verwaltungsbeamten verloren. Rainer Schneider war für mich ein enger Freund“, erklärte ein sichtlich erschütterter Martin Horst (Chorin). „Wir hatten den gleichen Humor, konnten uns über dieselben Dinge freuen und über dieselben Dinge ärgern“, so der Vorsitzende des Amtsausschusses. Betroffen mache ihn der plötzliche Tod umso mehr, „da Rainer Schneider mit vielem noch nicht fertig war“. Ein Hinweis auf die gerichtlichen Verfahren, denen sich der Rathauschef in den vergangenen Monaten und Wochen stellen musste. Für Horst steht ungeachtet dessen fest: „Es wird sehr schwer, den Amtsdirektor Schneider zu ersetzen.“ Denn der 57-Jährige habe sich „aufgeopfert“.
Rainer Schneider ist im mecklenburgischen Hagenow aufgewachsen. Als Musiklehrer kam er 1975 in den Barnim. Die Musik war und blieb seine große Leidenschaft, auch als er 1992 als Verwaltungsleiter ins Büro wechselte. So leitete er viele Jahre den Britzer Chor.