Im Fall der 30-jährigen Frau, die vergangene Woche im Keller einer "Shisha Bar" am Bahnhofsplatz in Bernau festgehalten und vergewaltigt worden sein soll, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) die Ermittlungen übernommen. Der Tatverdächtige, ein 24-jähriger Mann aus dem Irak, hat den  Vorwurf vor dem Haftrichter bestritten und ist wieder aus der Haft entlassen worden, teilte Sprecher Ingo Kechichian auf MOZ-Nachfrage mit. Das gilt auch für die drei anderen Männer – zwei Rumänen und einen Syrer –, die zunächst am Tatort festgenommen wurden. Sie haben mit der mutmaßlichen Tat offenbar nichts zu tun.
Der Iraker, der sich unerlaubt in Deutschland aufhalten soll, hat gegenüber der Staatsanwaltschaft angegeben, die Frau zu kennen, mit ihr seit Kurzem in einer Beziehung zu sein. Sogar eine Heirat sei geplant. Die Geschädigte nahm dagegen den Vorwurf der Vergewaltigung "nicht zurück", so der Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft.
Gegenüber der Polizei hatte die Litauerin angegeben, in der Bernauer Bar als Kellnerin zu arbeiten. In der Nacht zum 28. November sei sie beim Gang in den Keller von einem Mann festgehalten und missbraucht worden. Anschließend floh sie mit einem Taxi und fuhr zur Polizei.
Offen ist, ob es zur Anklage kommt. Die Staatsanwaltschaft will zunächst weitere Zeugen befragen, die das Geschehen in der Bar wahrgenommen haben.