In Melchow rollt der Verkehr wieder. Aufgrund von Bauarbeiten war die Durchfahrtsstraße (L200/ehemals B2), die Biesenthal und Eberswalde miteinander verbindet, wochenlang gesperrt. Da zahlreiche Autofahrer die großräumige Umfahrung über die Nachbarorte nicht annahmen und statt dessen Schleichwege durch Melchower Wohnsiedlungen nahmen, führte dies zu erheblichem Stress und Ärger bei den Anwohnern.
Mit Schildern und Plakaten protestierten sie entlang der betroffenen - zum Teil noch nicht ausgebauten - Straßen gegen diese Situation. Ihre Kritik richtete sich insbesondere gegen Lieferfahrzeuge, Laster, aber auch gegen Pkw-Fahrer, die das Tempolimit im Ort deutlich überschritten. Vielen Anwohnern ging es vor allem um die Sicherheit ihrer Kinder sowie älterer Menschen. Zwischenzeitlich war versucht worden, die Belastung durch eine Einbahnstraßenregelung zu verringern.

Arbeiten zogen sich in die Länge

Die Bauarbeiten hatten Anfang Juli begonnen und waren ursprünglich auf sieben Wochen begrenzt worden. Sie mussten allerdings bis jetzt verlängert werden, da während der Arbeiten Leitungen gefunden wurden, die in den Unterlagen nicht verzeichnet waren.
Ziel der Bauarbeiten war die Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Entwässerung im Bereich der Kreuzung Eberswalder Straße/Alte Dorfstraße. Dort wurde unter anderem die seit langem geforderte Fußgängerquerung eingerichtet. Die Tiefbauarbeiten gestalteten sich aber aufwändiger als angenommen.