Nach fast 18 Monaten Bauzeit wird Bernau am Freitag, dem 20. August ein wichtiges Verbindungsstück zwischen zwei Landesstraßen freigeben – die so genannte „Ladestraße“. Sie stellt das bedeutsamste Bernauer Straßenbauprojekt der letzten dreißig Jahre dar. Das teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit.

Ladestraße soll Breitscheidstraße entlasten

Sechseinhalb Meter breit und etwas mehr als einen Kilometer lang ist der rund 5,3 Millionen teure Baukörper, der großteils parallel zur Bahntrasse Berlin-Stettin verläuft. Er verbindet die Weißenseer Straße (L200) mit der Börnicker Chaussee (L30) und soll den Durchgangsverkehr im Innenstadtbereich reduzieren. Vor allem auf der viel befahrenen Breitscheidstraße – so die Hoffnung der Verwaltung – soll sich der Verkehr durch die neu gebaute Straße deutlich reduzieren. Die Ladestraße soll so wie eine kleine Umgehungsstraße wirken.
Im März 2020, mit dem Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland, konnte der Spatenstich gesetzt werden. Knapp eineinhalb Jahre später – und trotz der nach wie vor herrschenden Pandemiesituation eine Woche früher als geplant – kann die Ladestraße eröffnet werden. Zum Bauprojekt gehören auch ein straßenbegleitender Geh- und Radweg, eine Beleuchtung, Querungshilfen, Bushaltestellen sowie 99 Park&Ride-Parkplätze parallel zur Straße in Bahnhofsnähe.

Bürgermeister Stahl hofft auf Verkehrsberuhigung

„Die Eröffnung der Ladestraße ist eine wichtige Etappe zur Verflüssigung des Straßenverkehrs in Bernau. Wir danken allen beteiligten Baufirmen, Ingenieur- und Planungsbüros für die geleistete Arbeit, den Anwohnerinnen und Anwohnern und allen, die zeitweise Einschränkungen und Lärmbelastungen hinnehmen mussten für Ihre Geduld und nicht zuletzt dem Land für die bereitgestellten Fördergelder, die uns geholfen haben, dieses Projekt zu stemmen“, sagt Bürgermeister André Stahl dazu. „Wir hoffen, dass sich die Verkehrssituation in Bernau durch die Ladestraße verbessert und freuen uns, dass wir noch vor dem beabsichtigten Eröffnungstermin fertig geworden sind.“
Für den Ausbau der Ladestraße hat das Infrastrukturministerium des Landes Brandenburg bereits rund zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt und damit einen großen Anteil an den Gesamtkosten übernommen. Gefördert wurde außerdem der Bau der P&R-Anlage durch rund 318.000 Euro – eine Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).