Die Herausforderungen an eine moderne, zukunftsfähige Verwaltung werden in den kommenden Jahren steigen. Um diese meistern zu können, werden die Weichen im Werneuchener Rathaus bereits heute gestellt – und das sowohl baulich als auch personell und technisch.
Ein Projekt, das Bürgermeister Frank Kulicke und sein Team dabei beschäftigt, ist der Umbau des ehemaligen Café´s. Dort soll, so sehen es die Pläne vor, das Standesamt einziehen. Im bisherigen Konferenzsaal, in dem sich die Paare noch das Ja-Wort geben können, entstehen neue Büros. „Diese benötigen wir dringend, um unsere Auszubildenden unterbringen zu können“, so Bürgermeister Kulicke. Sie verfügen bisher noch nicht über einen festen Arbeitsplatz.

Kommunalaufsicht sieht keinen Handlungsbedarf

Die Anmietung der früheren gastronomischen Einrichtung hatte der Verwaltung übrigens eine Beschwerde des Stadtverordneten Alexander Horn (Die Linke) bei der Kommunalaufsicht eingebracht. Doch im Paul-Wunderlich-Haus sah man keinen Handlungsbedarf. Es sei ein Geschäft der laufenden Verwaltung, hieß es.
Die Baugenehmigung für den Café-Umbau ist inzwischen beantragt worden. Dies war unter anderem erforderlich, weil man mit den Arbeiten in die Statik des Gebäudes eingreifen muss. Ein Pfeiler wird verschwinden, damit der Raum barrierefrei gestaltet werden kann. Noch zum Jahresende sollen die Arbeiten dort abgeschlossen sein. Die Büros im Trausaal – insgesamt werden es drei  – lassen noch etwas auf sich warten. Ihre Fertigstellung wird erst  2021 erwartet.

Zusammenarbeit mit Ahrensfelde

Bürgermeister Kulicke denkt aber auch über eine neue Verteilung der Aufgaben innerhalb der Verwaltung nach. Für die Bereiche IT, Recht und Beschaffung gebe es beispielsweise eine Mitarbeiterin, die aber gleichzeitig Führungskraft sei. Das könne nicht immer reibungslos funktionieren, so das Stadtoberhaupt. Er wolle deshalb diesbezüglich die Erfahrungen der Nachbargemeinden nutzen, kündigt Kulicke an und lobt ausdrücklich die Zusammenarbeit mit seinem Ahrensfelder Amtskollegen Wilfried Gehrke und dessen Verwaltung.

Weitere Dienstleistungen geplant

Bereits eingeschränkt wurden die Öffnungszeiten des Rathauses. Die Mitarbeiter sind nun nur noch dienstags und donnerstags  für die Anliegen der Einwohner da. „Die Beschäftigten sollen auch die Zeit haben, in Ruhe zu arbeiten“, begründet Kulicke die Maßnahme. Davon nicht betroffen sind der Bürgerempfang und die Touristeninformation. Mittelfristig, konkret wohl ab dem kommenden Jahr, sollen in dem Bereich weitere Dienstleistungen angeboten werden. Kulicke denkt da beispielsweise an die Auslegung von Bebauungsplänen und weiteren Dokumenten.

Zugang mit Chipkarte

Technisch hat sich inzwischen auch etwas im Rathaus getan. So gibt es nun „schnelles“ Internet, was die Arbeit durchaus erleichtert. Darüber hinaus ist vorgesehen, neue Drucker und Kopierer zu beschaffen. Mit einer Chipkarte sollen die Mitarbeiter dann Zugang zu den Geräten – und übrigens auch zum Gebäude – erhalten. Zudem will man die Homepage der Stadt Werneuchen neu gestalten.