Sechs Männer und eine Frau, die versucht hatten, mit falschen Ausweispapieren eine Aufenthaltserlaubnis für EU-Bürger in Deutschland zu erlangen, sind vorläufig festgenommen worden. Parallel zur Festnahme durchsuchten Einsatzkräfte der Bundespolizei am Donnerstagnachmittag zwei Objekte in Werneuchen. Dabei fanden die Beamten neben diversen Beweismitteln wie Mobiltelefone, Laptops und Speichermedien auch fünf hochwertige E-Bikes und stellten diese sicher. Dies teilten die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), die Bundespolizeidirektion Berlin und die Polizeidirektion am Freitag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.
Wie es heißt, hatten sich die sieben Personen mit gefälschten slowakischen und rumänischen ID-Karten ausgewiesen. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass sie aus Russland, Moldawien, Georgien und der Ukraine stammen und zwischen 23 und 52 Jahre alt sind.

Drei weitere Personen sollen Beihilfe geleistet haben

Die Kriminalpolizei der Polizeiinspektion Barnim führt in enger Kooperation mit der Bundespolizei sowie der Schwerpunktabteilung zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) seit Herbst 2020 Ermittlungen wegen des Verdachtes des Einschleusens von Ausländern sowie des Verdachtes der Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der illegalen Einreise und dem illegalen Aufenthalt im Bundesgebiet. Diese Kooperation führte jetzt zu dem Ermittlungserfolg.
Die polizeilichen Ermittlungen richten sich darüber hinaus gegen einen 54-jährigen Deutschen, eine 36-jährige Russin und einen 25-jährigen Ukrainer, die im Verdacht stehen, durch ihr aktives Handeln, Beihilfe zu den genannten Straftaten geleistet zu haben.
Die Ermittlungen, die von der Bundespolizei und der Brandenburger Polizei geführt werden, dauern an.