Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kommt nach Basdorf. Am kommenden Montag, 14. Dezember, wird der Bundespolitiker in dem Ortsteil der Gemeinde Wandlitz den Startschuss für die Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Brandenburg geben und Fördermittel überreichen. Das teilten die Kreiswerke Barnim mit.

„Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebe im Nahverkehr“

Die Fördermittel sollen in das Verbundprojekt „Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieben im Nahverkehr des Landkreises Barnim“ fließen, heißt es. Sie kommen aus dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, für das bis 2026 250 Millionen Euro aufgesetzt worden sind. Wie viel Geld davon in das Barnimer Verbundprojekt fließen wird, ist allerdings noch geheim.

Barnimer Kreiswerke mit an Bord

Zu den Verbundpartnern gehören das Prenzlauer Energie-Unternehmen Enertrag, die Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft (NEB) sowie die Kreiswerke Barnim (KWB). Die Übergabe erfolgt am Bahnhof von Basdorf.

Wasserstoff-Personenzug in Basdorf

Bereits 2019 hatten die NEB und der Zughersteller Alstom den weltweit ersten Wasserstoff-Personenzug „Coradia iLint“ bei einer Sonderfahrt in Basdorf vorgestellt. Der Ort wurde damals nicht zufällig gewählt. Der Plan der NEB ist, auf der Strecke der Heidekrautbahn (RB27), die Berlin mit der Schorfheide verbindet, in naher Zukunft Züge rollen zu lassen, die von Wasserstoff angetrieben werden. Als Ziel, dies zu realisieren, wurde seinerzeit das Jahr 2022 genannt.

Landkreis setzt auf Wasserstoff

Es darf als gesichert gelten, dass die Fördergelder, die nun fließen sollen, direkt mit diesen Plänen der NEB zusammenhängen.
Die Beteiligung der Kreiswerke an dem Projekt kommt dabei nicht überraschend. Erst jüngst hat der Barnimer Kreistag die Weichen dafür gestellt, um gemeinsam mit der Uckermark eine große Wasserstoff-Region zu bilden – trotz finanzieller Bedenken.
Offen war im vergangenen Jahr noch, wo entlang der Strecke der Heidekrautbahn eine entsprechende Wasserstoff-Tankstelle entstehen könnte. In Frage kommt wohl eine Fläche zwischen Basdorf und Wensickendorf. Versorgt werden soll sie durch ein Wasserstoffkraftwerk, das im Oranienburger Ortsteil Schmachtenhagen vorgesehen ist.